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Heller Hautkrebs: Basalzellkarzinom, Aktinische Keratose, Morbus Bowen, Spinaliom

Der helle Hautkrebs ist die weltweit häufigste Form von Hauttumoren. Durch seine relativ unscheinbaren Formen wird er häufig nicht beachtet, kann aber in bösartige Wucherungen ausarten und Metastasen bilden.

Besonders gefährdet sind Menschen mit sehr heller, lichtempfindlicher Hautfarbe und Personen, die genetisch vorbelastet sind oder während der Vergangenheit oft ungeschützt intensiver Sonneneinstrahlung – mit folgendem Sonnenbrand – ausgesetzt waren.

Heller Hautkrebs? - Untersuchung beim Hautarzt (© Alexander Raths - Fotolia.com)

Heller Hautkrebs? – Untersuchung beim Hautarzt (© Alexander Raths – Fotolia.com)

Heller Hautkrebs: Beim hellen Hautkrebs werden vier Arten unterschieden

Das Basalzellkarzinom (Basaliom) tritt meist bei Personen über 60 Jahren auf. Sehr häufig sind Gesicht und Stirn befallen. Es bilden sich kleinere hautfarbene Knoten oder schuppenartige Flechten. Diese können bei Entartung das umliegende und tiefe Gewebe schädigen.

Die so genannte Aktinische Keratose wird oft unterschätzt, da diese Form des hellen Hautkrebses in ihrem Aussehen stark den Altersflecken ähnelt. Aus den Knötchen und warzenartigen Flecken kann unter ungünstigen Umständen ein bösartiges Spinaliom (Stachelzellkrebs) entstehen, der sich über den ganzen Körper ausbreiten kann.

Der Morbus Bowen ist die zweite Form des hellen Hautkrebses, die als Vorstufe zum Spinaliom gilt. Er ähnelt im Aussehen der Schuppenflechte und tritt häufiger bei Männern über 50 Jahre auf.

Diagnose und Heilung(schancen)

Alle Arten des hellen Hautkrebses haben gute Heilungschancen, die – bei rechtzeitiger Entdeckung – zwischen 90% und 100% liegen.

Neben dem Schutz vor Sonneneinstrahlung sollte ein regelmäßiges Hautscreening erfolgen. Diese Untersuchung wird vom Dermatologen (oder Hausärzten mit entsprechender Zusatzausbildung) durchgeführt und wird ab 35 Jahren von allen Krankenkassen übernommen (Zweijahres-Rhythmus).

Stellt der Facharzt eine suspekte Veränderung fest, werden weitere Untersuchungen nötig, ob tatsächlich ein heller Hautkrebs vorliegt. Meist wird die Wucherung operativ entfernt und auf bösartige Veränderungen untersucht. Andere mögliche Methoden sind die Kryotherapie (Vereisung), Strahlen- oder Chemotherapie (bei fortgeschrittenen oder inoperablen Hauttumoren) und die Behandlung mit speziell abgestimmten Salben.

Die Behandlung ist immer von der Art, Lage und Größe des hellen Hautkrebses abhängig und wird individuell abgestimmt.

Siehe auch zum Thema „Heller Hautkrebs“:

Statistiken zu Hautkrebs / Hautmelanomen

Hautkrebs - Anzahl von Hautmelanomen in Deutschland nach Geschlecht bis 2012 (Quelle: STATISTA / Barmer GEK)

Hautkrebs – Anzahl von Hautmelanomen in Deutschland nach Geschlecht bis 2012 (Quelle: STATISTA / Barmer GEK)

Hautkrebs-Screenings - Teilnahmeraten in Deutschland nach Alter bis 2012 (Quelle: STATISTA / Barmer GEK)

Hautkrebs-Screenings – Teilnahmeraten in Deutschland nach Alter bis 2012 (Quelle: STATISTA / Barmer GEK)

Publiziert am: 1. November 2008

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