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Kaliummangel: Symptome und häufige Ursachen

Kaliummangel wird in der Fachsprache als Hypokaliämie bezeichnet. Man spricht von einem Mangel, wenn weniger als 3,6 mmol/l Kalium im Blutserum enthalten sind. Je nachdem, wie stark sich der Kaliummangel bemerkbar macht, kann er entweder völlig harmlos sein oder das Leben des Betroffenen ernsthaft bedrohen. Ursachen für Kaliummangel gibt es viele.

In der Regel ergibt sich Kaliummangel daraus, dass Kalium aus dem Körper herausgespült worden ist. Das kann beispielsweise durch starkes Erbrechen oder Durchfall passieren. Medikamente wie Diuretika, die zu verstärkter Urinabfuhr führen, oder verschiedene Abführmittel können ebenfalls einen hohen Flüssigkeitsverlust und damit einen Kaliummangel hervorrufen. Das kann man allerdings vorhersehen und vorbeugend behandeln. Durch die Gabe von Kalium erhofft man sich, den Kaliumhaushalt zu regeln, bevor sich Mangelerscheinungen bemerkbar machen.

Gegen Kaliummangel: Diese Lebensmittel enthalten viel Kalium (© Africa Studio - Fotolia.com)

Gegen Kaliummangel: Diese Lebensmittel enthalten viel Kalium (© Africa Studio – Fotolia.com)

Kaliummangel durch zu viel Cola?

Zum Kaliummangel kann es auch infolge von Cola-Softdrinks kommen. Ab einem bestimmten Mindestverzehr pro Tag wirken sich bestimmte Zutaten negativ auf den Kaliumgehalt im Blutserum aus. Meist treten solche Effekte beim Genuss von 2-3 l des Getränks pro Tag ein. Koffein, Fructose und Glucose sollen dafür hauptverantwortlich sein. Diesen Effekt kann man mindern, indem man Softdrinks aus diesen Zutaten größtenteils weglässt oder den Verzehr zumindest etwas mindert. Man erhofft sich davon, dass die Kaliumwerte im Blut wieder normale Werte erreichen sollen.

Ein Mangel an Kalium macht sich deutlich bemerkbar und kann gefährlich werden, sodass er in jedem Fall behandelt oder – besser noch – vermieden werden sollte. Typische Symptoms sind langanhaltende Antriebslosigkeit oder Müdigkeit. Darauf folgen schließlich Sensibilitätsstörungen. Außerdem kann es zu Verstopfungen im Magen-Darm-Trakt kommen, die sich schmerzhaft bemerkbar machen und oft mit Abführmittel behandelt werden, was die Symptome nur noch zusätzlich verstärkt. In späteren Stadien kommt es schließlich zur Schwächung und Minderung der Reflexe, da Kalium für die Nervenzellen wichtig ist. Das kann so weit reichen, dass die Reflexe am Ende vollständig fehlen.

Publiziert am: 30. August 2010

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