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GeloMyrtol® forte Kapseln zur Schleimlösung in den Atemwegen: Was Sie über das Präparat wissen sollten

GeloMyrtol® forte ist ein rein pflanzliches, schleimlösendes, entzündungshemmendes und antimikrobielles Arzneimittel, welches in erster Linie eingesetzt wird bei Bronchitis und Sinusitis (Entzündung der Nebenhöhlen) und gegen Husten und Schnupfen. Es soll die Befreiung der Atemwege unterstützen.

Wie wird GeloMyrtol® forte angewendet?

GeloMyrtol® forte wird in Form von Kapseln produziert, deren Hülle aus tierischer Gelatine besteht. Schon bei den ersten Anzeichen eines Schnupfens kann die Arznei verhindern, dass sich die Infektion festsetzt oder vielleicht sogar zu einer Nebenhöhlenentzündung führt. Bei akuten Entzündungen nehmen Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren 3 bis 4 mal täglich eine Kapsel ein. Ist die Erkrankung chronisch und die Behandlung über einen längeren Zeitraum erforderlich, wird die Dosis auf 2 bis 3 Kapseln pro Tag reduziert. Bei höherem Körpergewicht ist unter Umständen eine Einnahme von zwei Kapseln auf einmal erforderlich. Die genaue Dosierung ist zur Sicherheit mit dem Arzt oder dem Apotheker abzuklären.

GeloMyrtol® forte: Ein pflanzliches Mittel bei Husten und Schnupfen

GeloMyrtol® forte: Ein pflanzliches Mittel bei Husten und Schnupfen

Wie wirkt GeloMyrtol® forte?

GeloMyrtol® forte setzt sich aus pflanzlichen Inhaltsstoffen zusammen, die zum Großteil aus ätherischen Ölen bestehen. Dazu gehören mehrmalig destilliertes (rektifiziertes) Eukalyptusöl, Süßorangneöl, Myrtenöl und Zitronenöl, wobei das Eukalyptusöl den bei weitem größten Teil ausmacht und sowohl das Myrten- als auch das Zitronenöl nur in äußerst niedrigen Dosierungen vorhanden sind. Die Kapseln sind mit einer magensaftresistenten Schicht überzogen und lösen sich somit im Normalfall erst im Dünndarm auf. Die Wirkstoffe gelangen direkt in den Blutkreislauf, wo sie zu den Nebenhöhlen und den Bronchien transportiert werden und direkt in den Schleimhäuten ihre Wirkung entfalten.

Um die Erkrankung möglichst effektiv zu bekämpfen, wirkt das Produkt auf dreierlei Weise:

  • Erstens werden die Drüsen der Schleimhäute angeregt, die Produktion von dünnflüssigem Sekret zu steigern, wodurch sich Staus auflösen und der Schleim leicht abtransportiert werden kann. Der zähe Schleim in den Bronchien löst sich und kann abgehustet werden.
  • Zweitens lässt die entzündungshemmende Wirkung von GeloMyrtol® forte die Schleimhäute abschwellen und sorgt dafür, dass sie ihre gewohnte Tätigkeit bald wieder aufnehmen kann.
  • Drittens wirkt es antimikrobiell und antioxidativ und bekämpft somit direkt die Krankheitserreger und die freien Radikale, ein schädliches Produkt, das aus dem Stoffwechsel entsteht.

GeloMyrtol® forte verspricht nur kurze Zeit nach der Einnahme eine deutliche Besserung der Symptome durch Schleimlösung und Befreiung der Atemwege.



Beipackzetttel (Screenshot http://www.gelomyrtol-forte.de/media//gelomyrtol/_downloads/gf-gi-224320001-11-4k.pdf am 04.08.2014)

Beipackzetttel (Screenshot http://www.gelomyrtol-forte.de/media//gelomyrtol/_downloads/gf-gi-224320001-11-4k.pdf am 04.08.2014)

Was ist bei der Einnahme zu beachten?

GeloMyrtol® forte-Kapseln sollten auf nüchternen Magen ungefähr eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten mit ausreichend kalter Flüssigkeit eingenommen werden. Dadurch gelangt die Kapsel möglichst rasch vom Magen in den Darm und wird somit leichter vertragen. Eine Einnahme gemeinsam mit Fruchtsaft kann die Magenpassage noch zusätzlich beschleunigen. Kinder können die Kapsel auch mit ein wenig Quark, Joghurt oder Apfelmus einnehmen.

Wird das Mittel zusammen mit einer Mahlzeit oder kurz danach eingenommen, vermengt sich die Kapsel im Magen mit dem Speisebrei, wodurch sich die Hülle vorzeitig auflösen könnte, was zu Übelkeit, Aufstoßen und Blähungen führen kann.

Wann darf GeloMyrtol® forte nicht angewendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile sollte GeloMyrtol® forte nicht eingenommen werden. Ebenso ist bei Infektionen im Magen-Darm-Bereich oder bei schweren Lebererkrankungen von der Anwendung des Arzneimittels abzuraten. Auch Kindern unter 6 Jahren wird eine Einnahme von GeloMyrtol® forte nicht empfohlen. Es sind allerdings Kapseln mit einer geringeren Dosis (120mg) in der Apotheke erhältlich, die auch von Kindern unter 6 Jahren eingenommen werden können.

Vorsicht geboten ist bei schwerer chronischer Bronchitis oder starkem Keuchhusten, die bereits eine dauerhafte Überempfindlichkeit oder Schädigung der Atemwege hervorgerufen haben könnten. In diesem Fall ist die Einnahme des Produkts in jedem Fall mit dem Arzt abzusprechen.

Die Wirkstoffe sind unter http://www.gelomyrtol-forte.de/de/gelomyrtol/wirkstoffe aufgeführt (Screenshot am 04.08.2014)

Die Wirkstoffe sind unter http://www.gelomyrtol-forte.de/de/gelomyrtol/wirkstoffe aufgeführt (Screenshot am 04.08.2014)

Welche Nebenwirkungen gibt es?

GeloMyrtol® forte wird von einigen Patienten sehr gut, von anderen weniger gut vertragen. Zu den am häufigsten beklagten Nebenwirkungen gehören Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch, Sodbrennen und Blähungen, selten kann es auch zu Durchfall und Erbrechen kommen. Überempfindlichkeiten gegen die ätherischen Öle in GeloMyrtol® forte können in seltenen Fällen zu Hautausschlag oder Juckreiz führen. Wechselwirkungen mit Lebensmitteln oder anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt.

Treten nach der Behandlung Fieber, Kreislaufstörungen oder blutiger Husten auf, beziehungsweise stellt sich keine Verbesserung der Symptome ein, ist sofort ein Arzt zu Rate zu ziehen.

Ist eine Einnahme bei Schwangerschaft und in der Stillzeit unbedenklich?

Laut dem momentanen Stand der Wissenschaft haben sich bisher keine Indizien auf Risiken bei Schwangerschaft oder in der Stillzeit ergeben. Aufgrund der langjährigen Erfahrung der Behandlung von Patientinnen mit GeloMyrtol® forte ist davon auszugehen, dass das Arzneimittel auch während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden kann. Es wird allerdings dringend empfohlen, dies zuvor mit dem Arzt oder dem Apotheker abzuklären.

Wo ist GeloMyrtol® forte erhältlich?

GeloMyrtol® forte ist nur in der Apotheke erhältlich, kann aber wie viele andere Mittel gegen Erkältungen rezeptfrei erstanden werden. Natürlich führen auch gängige Online-Apotheken das Produkt; selbst bei Amazon kann man es bestellen, wobei es sich hier um Amazon Marketplace Anbieter handelt, die wiederum dann in aller Regel Versandapotheken sind, die selbst auch eigene Onlineshops für Medikamente und Arzneimittel betreiben, siehe zum Beispiel bei medpex, DocMorris oder shop-apotheke.com.

Wie ist die Packung aufzubewahren?

GeloMyrtol® forte kann bei normaler Raumtemperatur gelagert werden. Um die Wirkung nicht zu beeinträchtigen, sollte das Arzneimittel in der Originalverpackung aufbewahrt werden, wo es vor Licht und Feuchtigkeit geschützt ist. Auch das unbedingt zu beachtende Verfallsdatum des Arzneimittels ist lediglich auf der Originalpackung angegeben.

Kinder sollten an das Arzneimittel nicht unbeaufsichtigt gelangen können. Tritt dieser Fall dennoch ein und wurde versehentlich eine zu große Menge geschluckt, können die oben angeführten Nebenwirkungen verstärkt auftreten. Ob gegebenenfalls Maßnahmen einzuleiten sind, muss ein Arzt entscheiden.

Nach dem Ablauf des Verfallsdatums, das auf jeder Packung angegeben ist, darf das Mittel nicht mehr angewendet werden. Die Entsorgung des Arzneimittels darf nicht über den Hausmüll oder Abfluss erfolgen. In der Apotheke kann die richtige Entsorgung zum Schutz der Umwelt erfragt werden. In manchen Apotheken können Medikamente, die nicht mehr verwendbar sind, oder nicht mehr gebraucht werden, auch einfach abgegeben und damit fachkundig entsorgt werden.

Statistik: Beliebteste Marken von Schnupfen- und Erkältungsmittel in Deutschland: Die beliebtesten Produkte bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit sind ACC Akut, Grippostad, Wick MediNait, Nasivin, Mucosolvan Saft, Tetesept Erkältungsbad, Bronchicum, Meditonsin, Neo-Angin, Wick Vapo Rub, Otriven, Olynth und Gelomyrtol (Quelle: STATISTA / VuMa)

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Wie kann einer Erkältung vorgebeugt werden?

Die Krankheitserreger, die Husten, Schnupfen und Halsschmerzen auslösen, gelangen zum Großteil über unsere Atemwege in den Körper. In Mund und Nase ist es die Aufgabe der Schleimhäute, Viren und Bakterien am Eindringen zu hindern. Unter gewissen Umständen ist unser Immunsystem jedoch geschwächt und kann von einer Vielzahl an Keimen überfordert werden. Dies ist zum Beispiel durch starke Temperaturschwankungen der Fall, wie sie etwa in den so genannten „Übergangszeiten“ zwischen kalter und warmer Jahreszeit auftreten. Kalter Wind, gegen den der Körper nicht durch Schal oder Haube geschützt wird, oder die typische nebelig-feuchte Kälte im Herbst können schnell Erkältungen auslösen. Siehe auch unsere Tipps gegen Erkältungen.

Auch im Sommer ist der Körper raschen Veränderungen ausgesetzt, wenn wir uns zwischen klimatisierten Räumen und der Hitze des Sommers hin und her bewegen. Klimaanlagen stellen außerdem noch ein weiteres Risiko dar, denn der ständige Zug trocknet die Schleimhäute aus, die daraufhin den Krankheitserregern den Weg über die Atemwege nicht mehr hundertprozentig versperren können. Daher ist es auch im Sommer besonders wichtig, viel zu trinken, um ein Austrocknen der Schleimhäute zu verhindern. Auch körperliche Anstrengung bei großer Hitze kann zu einer Überforderung des Immunsystems führen und sollte daher möglichst vermieden werden.

Wie unsere Atemwege funktionieren, was bei einer Erkältung passiert und wie GeloMyrtol® forte dagegen wirkt zeigt folgendes Video:

YOUTUBE: Wie funktionieren unsere Atemwege? Wie wirken Schleimlöser wie GeloMyrtol?
(www.youtube.com/watch?v=jzXh4iBSKLI)


Der Form halber, hier der Pflichttext von der Anbieter-Website:

GeloMyrtol® forte. Zur Schleimlösung und Erleichterung des Abhustens bei akuter und chronischer Bronchitis. Zur Schleimlösung bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis). Wirkstoff: Destillat aus einer Mischung von rektifiziertem Eukalyptusöl, rektifiziertem Süßorangenöl, rektifiziertem Myrtenöl und rektifiziertem Zitronenöl (66:32:1:1). Zur Anwendung bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren. Enthält Sorbitol. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, 25551 Hohenlockstedt (01/10)


Publiziert am: 4. August 2014

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