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5 interessante Statistiken zum Thema Brillen

Früher war alles recht einfach: wer fehlsichtig war, bekam eine Brille. Später kamen Kontaktlinsen, die kräftig am Absatzmarkt für Brillen nagten. Je besser das Material und damit Komfort und Verträglichkeit der Kontaktlinsen wurden, umso mehr Brillenträger „konvertierten“ zu Kontaktlinsenfans. Zwar hat fast jeder Kontaktlinsenträger immer noch „für abends“, „nach dem Rausmachen“ noch (s)eine Brille. Doch die Neigung, sich häufiger einer neue Brille zu kaufen, auch aus modischen Gesichtspunkten, müsste doch zurückgehen bzw. zurückgegangen sein.

Hinzu kommt noch ein weiterer Einflussfaktor: das Augenlasern boomt. Immer häufiger ringen sich Fehlsichtige dazu durch, mit einer Lasik-Behandlung (oder Femto-Lasik, iLasik, eeLasik und wie sie alle heißen) der Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit im Idealfall ein relativ nachhaltiges Ende zu setzen. Zwar schafft man es beim Lasern der Augen nicht immer, die Fehlsichtigkeit zu 100% zu korrigieren. In diesen Fällen benötigt der Patient dann doch noch eine (leichte, schwächere) Brille. In vielen Fällen wird das Tragen einer Sehhilfe nach einer Lasik aber wirklich obsolet. Insofern haben wir uns schön häufiger gefragt, wie es eigentlich um den Brillen-Markt heutzutage bestellt ist – angesichts der Beliebtheit von Kontaktlinsen und Augenlaserbehandlungen.

Zwar können wir uns nicht erinnern, in einer Innenstadt schon einmal gesehen zu haben, dass ein Filial-Optiker wie Fielmann pleite gegangen ist – und das, obwohl Anbieter wie Misterspex, Brille24 oder kürzlich Edel Optics Konkurrenz machen mit manch neuem Brillen Onlineshop. Einige Optikshops bieten heute sogar eine Online-Brillenanprobe auf das eigene Gesichtsfoto.

Virtuelle Anprobe des Gestells auf eigenem, hochgeladenen Foto (Screenshot www.my-spexx.de/brillen-anprobe/ am 23.09.2013)

Virtuelle Anprobe des Gestells auf eigenem, hochgeladenen Foto (Screenshot www.my-spexx.de/brillen-anprobe/ am 23.09.2013)

Eigentlich müsste der Markt doch schon schwieriger geworden sein für die Brillenverkäufer, oder? Oder nicht?

In unseren heutigen Artikel sind wir der Frage einmal auf den Grund gegangen und haben nach einigen aussagekräftigen Statistiken zum Thema bzw. Marktsegment Ausschau gehalten.

Entwicklung des Brillenmarktes in Deutschland: Abgesetzte Stückzahlen

Entwicklung des Brillenabsatzes in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2012 (in Millionen Stück): Schaut man sich diese Zahlen an, so sieht man, dass die Menge der abgesetzten Brillen im Vergleich der Jahre 2000 zu 2012 absolut gleich geblieben ist. (Quelle: Statista / ZVA)

Entwicklung des Brillenabsatzes in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2012 (in Millionen Stück): Schaut man sich diese Zahlen an, so sieht man, dass die Menge der abgesetzten Brillen im Vergleich der Jahre 2000 zu 2012 absolut gleich geblieben ist. (Quelle: Statista / ZVA)

Ordentliche Absatzsteigerungen bei Fielmann

Brillenabsatz von Fielmann in den Jahren 2005 bis 2012 (in Millionen Stück) > Steigende Verkaufszahlen für Brillen bei Fielmann (Quelle: Statista / Fielmann)

Brillenabsatz von Fielmann in den Jahren 2005 bis 2012 (in Millionen Stück) > Steigende Verkaufszahlen für Brillen bei Fielmann (Quelle: Statista / Fielmann)



Metallfassungen bei Brillen zugunsten anderer Materialien rückläufig

Absatzsanteile der verkauften Brillenfassungen in Deutschland bis 2012 > Die meisten Brillen haben auch heute noch eine Metallfassung, doch andere Materialien sind deutlich auf dem Vormarsch (Quelle: Statista / ZVA)

Absatzsanteile der verkauften Brillenfassungen in Deutschland bis 2012 > Die meisten Brillen haben auch heute noch eine Metallfassung, doch andere Materialien sind deutlich auf dem Vormarsch (Quelle: Statista / ZVA)

8x mehr Brillenträger als Kontaktlinsenträger

Umfrage in Deutschland zum Tragen einer Brille oder von Kontaktlinsen > Es gibt rund 8x so viele ständige Brillenträger wie Kontaktlinsenträger (Quelle: Statista / IfD Allensbach)

Umfrage in Deutschland zum Tragen einer Brille oder von Kontaktlinsen > Es gibt rund 8x so viele ständige Brillenträger wie Kontaktlinsenträger (Quelle: Statista / IfD Allensbach)

Kaufort für Brillen und Kontaktlinsen mit Sehschwächenkorrektur

Kaufort für Brillen und Kontaktlinsen > Die meisten Deutschen bevorzugen immer noch den klassischen Vor-Ort-Optiker zum Brillenkauf. Der Kauf von Brillen im Internet ist zwar ein Trend, aber die Stückzahlen im Vergleich zum stationären Handel sind doch noch gering(er). (Quelle: Statista / VuMa)

Kaufort für Brillen und Kontaktlinsen > Die meisten Deutschen bevorzugen immer noch den klassischen Vor-Ort-Optiker zum Brillenkauf. Der Kauf von Brillen im Internet ist zwar ein Trend, aber die Stückzahlen im Vergleich zum stationären Handel sind doch noch gering(er). (Quelle: Statista / VuMa)

Unser Fazit

Entgegen unser Vermutung scheint der Markt für Brillen doch noch gesund und munter. Die Zahl abgesetzter Gestelle ist über die Jahre weitgehend konstant geblieben – und die stationären Optiker scheinen das Geschäft noch recht fest in der Hand zu haben. Interessante Nebenerkenntnis: Der Anteil der Kontaktlinsenträger ist doch gar nicht so hoch, wie wir vermutet haben. Laut den bei Statista gefundenen Zahlen gibt es angeblich nur rund 3 Mio Träger von Kontaktlinsen als Sehhilfe.

Lustiges Video zum Thema „Brille nötig?“

YOUTUBE: Optiker (Werbung, sehr lustig)
(www.youtube.com/watch?v=GKk1X-Zi_kY)

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Publiziert am: 23. September 2013

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