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Vorbeugung gegen Lippenherpes

Lippenherpes (Herpes labilialis), auch Fieberblasen genannt, ist eine weitverbreitete Viruserkrankung, welche durch den Herpes-simplex-Virus verursacht wird. Etwa 75 Prozent der Bevölkerung tragen diesen Virus in sich. Vor allem bricht diese Krankheit dann aus, wenn das menschliche Immunsystem geschwächt ist. Deshalb ist es ratsam und wichtig, die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken. Die tägliche Ernährung sollte vitaminreich und ausgewogen sein. Regelmäßige sportliche Aktivitäten und einen ausreichenden gesunden Schlaf sowie genügend Bewegung im Freien an der frischen Luft fördern das Immunsystem nachhaltig. In der kalten Jahreszeit sollte man sich unbedingt durch warme Kleidung vor Erkältung oder Grippe schützen. Zudem sollte allzu viel Stress vermieden werden. In der Sommerzeit ist es besonders ratsam, die Lippen bei starker Sonnenstrahlung mit geeigneten Salben (Sun-Blocker-Cremes) mit hohem Lichtschutzfaktor vorbeugend zu schützen. Eine ordentliche und regelmäßige Körperpflege ist selbstverständlich eine weitere Grundlage der Vorbeugung gegen Lippenherpes. Die Hände sollten stets sofort gewaschen werden, wenn diese mit den Bläschen in Berührung gekommen sind. Bei besonders empfindlichen Lippen empfiehlt sich die Verwendung von Lippenpflegestiften.

Herpes (© N-Media-Images / Fotolia)

Herpes (© N-Media-Images / Fotolia)

Damit eine Infektion weniger stark verläuft, ist es von Vorteil, wenn die Bläschen sofort mit bspw. hochprozentigem Alkohol, einer Myrrhentinktur oder etwa etwas Äther betupft werden. Denn dadurch werden die Lippenhaut und somit auch die entstehenden Bläschen ausgetrocknet. Pasten, welche fett- und zinkhaltig sind, eignen sich besonders für die Linderung von Wundrändern, die eine schmerzhafte Hautspannung verursachen. Bei Ausbruch von Lippenherpes sollte zudem wegen der Ansteckungsgefahr auf das Küssen und eine gemeinsame Benutzung von bspw. Handtüchern, Gläsern oder Essbestecken verzichten. Das entstandene Exsudat darf ebenfalls nach Möglichkeit nicht sofort entfernt werden. Säuglinge und Kleinkinder dürfen auf keinen Fall mit einer infizierten Person in Berührung kommen, da die Übertragung dieser Virusinfektion zu einer Gehirnentzündung (Enzephalitis) führen kann.

Einen Arzt muss dann aufgesucht werden, wenn diese Virusinfektion erstmalig auftritt, sehr ausgeprägt ist und sich auf weitere Körperbereiche ausweitet oder wenn sie länger als eine Woche anhält.

Publiziert am: 30. Juni 2009

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