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Meso-Lift: Schönere Haut dank Mesotherapie?

Meso-Lift ist eine nichtoperative Facelift-Behandlungs bzw. -Vorbeugungsmethode, die sich aus der sogenannten Mesotherapie ableitet. Dies ist eine therapeutische Methode, die in der deutschen Schulmedizin kaum Anerkennung genießt, da sie neben ihren schulmedizinischen Ansätzen auch stark durch alternativmedizinische Einflüsse geprägt wird.

In Frankreich, wo die Meso-Lift Therapie ihren Ursprung hat, sieht das schon ganz anders aus. Um 1960 wurde sie in einer Kombination aus Akupunktur, Neuraltherapie und medikamentöser Behandlung entwickelt und erfolgreich eingesetzt. Im Detail bedeutet das, dass beim Meso-Lift bestimmte Substanzen in die Mesoschicht der Haut injiziert werden. Dabei werden die Injektionsnadeln wie Akupunkturnadeln direkt an zentralen Stellen gesetzt.

© Remains - Fotolia.com

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Meso-Lift: Injektion von Substanzen in die Mesoschicht der Haut

Injiziert werden verschiedene Substanzen. Häufiger Grundbestandteil ist jedoch die Hyaluronsäure, die die Haut dauerhaft hydriert und schützt. Bestimmte Vitamine sollen meist zusätzlich die Versorgung der Hautzellen sicherstellen, Vitamin E soll der Hautalterung vorbeugen. Vitamin C und andere Antioxidanzien sollen durch das Zerstören von schädlichen freien Radikalen die Faltenbildung verlangsamen.

Neben dieser Verbesserung der Mikrozirkulation der Haut und dem prophezeiten Verjüngungseffekt, sollen die Hyaluroninjektionen außerdem aufpolsternde Wirkung entfalten. Kleine Fältchen sollen verschwinden und das Hautbild insgesamt straffer und geschmeidiger wirken. Dabei ist die Hyaluronsäure ein biologisch unbedenklicher Stoff, der im Bindegewebe ohnehin vorkommt. Das beim Meso-Lift verwendete Hyaluron wird zudem künstlich hergestellt und enthält so keine problematischen Allergene. Anders als das Nervengift Botox führt es auch nicht zu Lähmungserscheinungen, die das Gesicht starr wirken lassen, oder zu anderen, noch gravierenderen Nebenwirkungen.

Risiken beim Mesolifting?

Bei fachgerechter Ausführung ist der Meso-Lift ein relativ risikoarmer kosmetischer Eingriff. Einige wenige, betäubungsfreie Sitzungen reichen aus und besondere Nachsorge ist meist nicht erforderlich. Maximal kann es zu leichten Schmerzen oder kleinen Blutergüssen kommen, die aber schnell verschwinden. Das Infektionsrisiko ist äußerst gering, da der Einstichskanal der Nadeln sehr schmal ist.

Fachmännische Hände sind allerdings vorzuziehen, da es bei nicht sachgemäßer Anwendung durchaus zu schweren Komplikationen kommen kann. Werden statt der Akupunkturpunkte Nervenbahnen getroffen, können diese beschädigt werden, so dass im schlimmsten Fall Taubheit oder Taststörungen entstehen können.

Noch ist die Meso-Lift Methode in Deutschland noch nicht allzu weit verbreitet, weswegen sich die Suche nach einem geeigneten Therapeuten schwierig gestalten kann. Dennoch sollte die Wahl sorgfältig getroffen werden und die Therapie nur von qualifizierten Ärzten durchgeführt werden.

Publiziert am: 29. Mai 2010

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