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Kinnstraffung durch Fettabsaugung, Operation und Platysma-Training

Ein jugendlich straffes Gesicht gehört zu den erstrebenswerten Schönheitsidealen. Natürliche Alterungsprozesse oder übermäßiger Fettansatz fordern dabei ihren Tribut, sodass beispielsweise irgendwann mal keine normale Kleidergröße gekauft werden kann, sondern nur noch Kleidungen in Übergrössen. Aber auch ein Doppelkinn oder eine undefinierte Kinnpartie lassen ein Gesicht immer älter erscheinen.

Ein Zuviel an Fett kann in jungen Jahren noch auf natürliche Weise abtrainiert werden. Bei einer erschlafften Platysma dagegen haben weder Training noch Abnehmen einen Effekt. Die Platysma ist ein großer Muskel, der direkt unter der Haut liegt und sich von Kinn und Wangen über den Hals bis zum oberen Brustansatz ausdehnt. Der Muskel wird im Normalfall kaum willkürlich bewegt, was die Schwächung der Platysma noch beschleunigt.

Kinnstraffung vorher nachher (© ladahunt - Fotolia.com)

Kinnstraffung vorher nachher (© ladahunt – Fotolia.com)

Kinn-Partie mit Pflegecremes straffen?

Die Kosmetikindustrie hat innerhalb der vergangenen Jahrzehnte zahlreiche Straffungscremes entwickelt. Zur vorbeugenden Kinnstraffung wird empfohlen, täglich die Halspartie im gestreckten Zustand vom Kinn abwärts mit einer geeigneten Creme einzumassieren. Hierdurch soll das Gewebe mit so viel Feuchtigkeit versorgt werden, dass zumindest die Oberflächenstruktur der Haut geglättet wird. Auch Handschuhe oder Massagegeräte mit Noppen finden ihren Einsatz, um eine bessere Durchblutung zu gewährleisten.

Gezielte Gymnastik und eine bewusstere Kopfhaltung sollen helfen, einer frühzeitigen Ermüdung des Gewebes vorzubeugen. Physiotherapeuten schwören auf Übungen und kontinuierliches Trainieren der Platysma. Alle Maßnahmen, die Muskelgruppe direkt unter dem Kinn anzuspannen, können den Spezialisten zufolge eine natürliche Straffung fördern.



Operation zur Kinnstraffung?

Eine Operation im Bereich der Halspartie ist eine Maßnahme, die einige Risiken birgt. Wird bei der Behandlung eines Doppelkinns lediglich das Fett abgesaugt, ist das chirurgische Entfernen von Muskel- und Hautgewebe mit weitaus umfangreicheren Vor- und Nachbehandlungen verbunden.

Bei der Fettabsaugung beseitigt der Chirurg das unter der Haut liegende Fett mit Spezialkanülen und schließt die Absaugöffnung sofort wieder. Danach legt er einen Kompressionsverband an, der nach zwei Wochen die Haut mit der Unterkinnregion verbindet. Schwellungen und Blutergüsse sind immer die Folgen einer Kinnstraffung. Bei guter Kompression und entsprechender Kühlung können sie nach wenigen Wochen abgeklungen sein.

Nach einer starken Gewichtsreduktion hängt die überschüssige Haut meistens am Kinn herunter. Massagen helfen dann nicht mehr und von Seiten der Plastischen Chirurgie wird zur Operation geraten. Ein solcher Eingriff kann die Gesundheit jedoch mehr beeinträchtigen als eine Fettabsaugung. Folgen wie durchtrennte Nerven oder Verwachsen der Haut mit Muskelgewebe können nicht ausgeschlossen werden. Auch bleiben größere und direkt sichtbare Narben zurück.

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Publiziert am: 14. Juni 2010

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