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Bauchdeckenstraffung – ein Überblick

Viele Menschen leiden nach einem größeren Gewichtsverlust oder einer Mehrlingsschwangerschaft an einer so genannten Hautschürze, die nicht sehr schön aussieht und die Lebensqualität oftmals stark beeinträchtigt. Mit Sport und gesunder Ernährung ist diese überschüssige Haut am Bauch meist nicht mehr wegzubekommen, weshalb viele Betroffene sich heute für eine Bauchdeckenstraffung entscheiden.

Eine Bauchdeckenstraffung, auch Abdominoplastik genannt, ist eine Operation bei der überschüssige Haut am Bauch entfernt und gestrafft wird. Gerade bei Patienten, die viel Gewicht verloren haben, bilden sich oft große Hautlappen, unter denen sich schnell Infektionen bilden können. Daher ist eine solche Operation für viele Menschen enorm wichtig und zielt auf eine Verbesserung der Lebensqualität ab.

Bauchdeckenstraffung in Vollnarkose

Eine solche Bauchdeckenstraffung wird in Vollnarkose durchgeführt und dauert, je nach Hautvolumen, ein bis zwei Stunden. Da während dieses Eingriffes lediglich Hautlappen entfernt werden, nicht etwa Fettgewebe, ist es wichtig, dass übergewichtige Menschen vorab selbst für eine Reduktion überschüssiger Fettpolster sorgen, damit das Ergebnis später zufriedenstellend ist. Nicht selten wird vor einer Bauchdeckenstraffung noch eine Fettabsaugung vorgenommen, wenn der Fettanteil in der Bauchregion sehr hoch ist.

Während des Eingriffes wird die überschüssige Haut weggeschnitten und gestrafft. Das geschieht in mehreren aufeinanderfolgenden Schritten: Zunächst werden störende Hautlappen erst einmal entfernt, anschließend wird der neue Bauch in Position gebracht, also gestrafft. Dabei wird der Nabel umschnitten und später wieder an die richtige Stelle gesetzt. Der Schnitt wird oberhalb des Schambeins gesetzt, so dass die Narbe später eventuell durch die Schambehaarung bedeckt werden kann.

Bauchdeckenstraffung | Diese Frau braucht wohl keine, aber der Chirurg demonstriert die Markierungen für Korrektur-Ansatzstellen © Benko Zsolt - Fotolia.com

Bauchdeckenstraffung | Diese Frau braucht wohl keine, aber der Chirurg demonstriert die Markierungen für Korrektur-Ansatzstellen © Benko Zsolt - Fotolia.com

Eine solche Operation ist natürlich nicht frei von Risiken, jedoch wird sie teilweise als harmloser als eine Blinddarm-OP dargestellt. Typische Nebenwirkungen, wie Infektionen oder eine schlechte Narbenheilung, treten eher selten auf. Nach einer Bauchdeckenstraffung sollte sich der Patient mindestens 14 Tage erholen. Schwere Arbeit und Leistungssport sind also in dieser Zeit tabu. Nach den zwei Wochen können wieder leichte Tätigkeiten, wie einkaufen, schwimmen oder längere Spaziergänge aufgenommen werden.

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Publiziert am: 9. Juni 2011

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