www.medizinius.de » Haut, Schönheitschirurgie

Abdominoplastik: Erst lesen, dann Bauchdeckenstraffung

Unter dem komplizierten Wort Abdominalplastik / Abdominoplastik versteckt sich eine Operation, die allgemein als Bauchdeckenstraffung bekannt ist. Diese wird dann erforderlich, wenn dicke Menschen (oder Personen, die in kurzer Zeit viel abgenommen haben, sodass sich das Fett verringert, aber die Haut nicht zurückgebildet hat) eine so genannte „Fettschürze“ haben.

Wenn die Haut noch elastisch ist, kann auch eine Fettabsaugung hilfreich sein. Wenn es bei einer Schwangerschaft zu Striaebildung kommt – das sind starke und unschöne Einrisse der Haut – kann die Abdominoplastik ebenfalls helfen.

Wie wird Abdominalplastik durchgeführt?

Im Regelfall erfolgt eine Durchtrennung von Haut und Unterhautfettgewebe von einem Beckenkamm zum anderen. Danach wird überschüssige Haut abgelöst, nach unten gezogen und schließlich Haut und Unterhautfettgewebe entfernt. Oft muss dabei der Nabel neu eingepflanzt werden.

Wichtig für den Eingriff ist, dass am Oberbauch genug Haut und Fettgewebe vorhanden ist, da dieser Teil des Bauches nach unten gezogen wird. Ist dies nicht der Fall, kann keine Bauchdeckenstraffung durchgeführt werden.

Abdominoplastik - Markierungen an einem schlanken Modell © Benko Zsolt - Fotolia.com

Abdominoplastik – Markierungen an einem schlanken Modell © Benko Zsolt – Fotolia.com



Risiken der Abdominoplastik

Wie bei jeder Operation kann es auch hier zu Wundheilungsstörungen, hässlichen Narbenbildungen und Infektionen kommen. Dieser Eingriff ist eine große Belastung für den Organismus und oft mit hohem Blutverlust verbunden, weshalb der oder die Betroffene ansonsten gesundheitlich einigermaßen gut in Form sein muss. Außerdem muss sich der Patient im Klaren darüber sein, dass nach der Abdominoplastik eine deutlich sichtbare Narbe zurückbleibt (oder zumindest zurückbleiben kann).

Nach dem Eingriff sollte der Patient relativ früh wieder auf die Beine kommen, da ansonsten das Risiko einer Thrombose oder Lungenembolie größer wird. Natürlich muss man sich trotzdem noch einige Wochen schonen, da es im Nahtbereich zu starken Spannungen kommen kann.

Bauchdeckenstraffung in Vollnarkose

Die Bauchdeckenstraffung zählt zu den größeren Operationen, deshalb wird sie auch in Vollnarkose durchgeführt und ein anschließender Krankenhausaufenthalt ist nötig. Je nachdem, wie gut die Heilung voranschreitet, kann das Krankenhaus in drei bis zehn Tagen wieder verlassen werden.

Weiterführende Links im Web:

Das könnte Sie auch interessieren:

Publiziert am: 22. August 2009

Verschlagwortet mit: , ,