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Auch der Mann lässt das Becken kreisen: Impotenz und Inkontinenz konservativ behandeln

Als Viagra im Frühjahr den Patentschutz verlor, war das Medienecho gross. Doch in der allgemeinen Aufregung um Viagra-Generika geht unter, dass es andere, teilweise sogar wirksamere Behandlungsmethoden gegen Impotenz gibt. Beckenbodenübungen zum Beispiel.

Die Firma Orgawell® bietet die im deutschsprachigen Raum wahrscheinlich einzige Beckenboden-DVD für Männer an. Ein ausgebildeter Beckenbodentrainer zeigt im rund 20minütigen Film „Beckenboden-Therapie„, wie Männer ihren Beckenboden stärken können. Die Muskeln des Beckenbodens werden von Urologen auch als „Potenzmuskeln“ bezeichnet, denn sie umschliessen den Penis und geben ihm Halt. Studien haben gezeigt, dass die Kräftigung des Beckenbodens sogar bessere Resultate bringt als Viagra. Ein Urologen-Team der Kölner Universitätsklinik hat in einer Untersuchung die Wirkung nachgewiesen. Resultat: Das Placebo zeigte bei 18 Prozent der Männer eine Wirkung. Viagra bei 74 Prozent. Die Beckenboden-Übungen ermöglichten bei 80 Prozent der Männer eine bessere Erektion – ohne Chemie und Nebenwirkungen. Die Lebensqualität der betroffenen impotenten Männer verbesserte sich innerhalb weniger Wochen beträchtlich.

Praktisch gleiche Resultate haben Ärzte der West-England Universität in Bristol geliefert. Die im „British Journal of General Practice“ veröffentlichte Studie mit 55 impotenten Männern zeigt, dass bei 75 Prozent der Männer die Erektion nachweislich verbessert wird. Die Wissenschaftler kommen deshalb zum Schluss, dass Beckenboden-Übungen „eine effektive Alternative“ zu Medikamenten wie Viagra seien.

YOUTUBE: Gegen Impotenz – neue Methode bei Erektionsstörung
(www.youtube.com/watch?v=abTeXZmFYMs)

Vernachlässigte Beckenbodenmuskeln

Die Potenzmuskeln rund um den Penis seien bei vielen Männern vernachlässigt und müssten gestärkt werden, sagt der Urologe Karl-Heinz von Kellenbach, Chefarzt des Zentrums für Urologie und Andrologie der Asklepios Paulinen Klinik in Wiesbaden. „Die Erektion verbessert sich dadurch“, sagt er, denn dank der neuen Therapie werde der Penis besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt.

© Markus Bormann - Fotolia

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Erstmals Beckenboden-DVD für Männer

Nun ist erstmals ein Übungs-Video für Männer auf DVD und als Download erhältlich. Auf Wunsch wird zusätzlich ein Handbuch geliefert, das Kunden mit in die Ferien nehmen können, um die Beckenboden-Therapie dort weiterzuführen. Jeder betroffene Mann kann die Methode alleine anwenden. Ein Vorteil, wie Ärzte sagen. Denn der beschwerlichere Gang in ein Therapiezentrum entfällt. Männer sind so eher bereit, etwas gegen ihre Impotenz zu tun. Die weltweit renommierte Englische Impotenz-Gesellschaft (Impotence Association / Sexual Advice Association) sagt, dass die Methode zudem «das sexuelle Empfinden und die Lust steigert.» Beckenboden-Übungen können nachhaltig wirken und so auch kostenmässig positive Zeichen setzen.

Standart-Therapie bei Inkontinenz

Die Therapiemethode hilft auch bei Inkontinenz, etwa nach einer Prostata-Operation. Nach einem Eingriff an der Prostata werden Beckenbodenübungen standartmässig von Ärzten und Kliniken empfohlen. Teile der Beckenboden-Muskeln und Nervenstrukturen sind verletzt oder gar nicht mehr da. ORGAWELL® aktiviert diese Muskeln, baut sie wieder auf und kräftigt sie. Bei Patienten nach radikaler Prostatektomie wegen eines Prostatakarzinoms hat die Stabilisierung des Beckenbodens oberste Priorität, sowohl im Hinblick auf die Wiedergewinnung der Kontinenz als auch der Potenz. Dieses Vorgehen erspart vielen Patienten einen oft lästigen Aufenthalt in einer Reha-Einrichtung und reduziert die Verordnung von Beckenbodengymnastik in externen Einrichtungen, Inkontinenzvorlagen und PDE-5 Hemmern.

Umfrage: Wenn Sie an das Alter denken, wovor fürchten Sie sich am meisten? Mehr als die Hälfte fürchtet sich vor dem Verlust von Fähigkeiten. (Quelle: Statista / Senicur)

Umfrage: Wenn Sie an das Alter denken, wovor fürchten Sie sich am meisten? Mehr als die Hälfte fürchtet sich vor dem Verlust von Fähigkeiten. (Quelle: Statista / Senicur)

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Publiziert am: 2. September 2013

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