www.medizinius.de » Männergesundheit

Vergrößerte Prostata: Symptome, unterschiedliche Therapiestufen

Die vergrößerte Prostata ist eine Volkskrankheit. Jeder fünfte Mann über 60 Jahre ist betroffen. Die Prostatazellen vermehren sich auf Grund der veränderten Hormonlage bei Männern im mittleren und höheren Lebensalter. Dieser Prozess findet sich bei jedem Mann, allerdings im unterschiedlichen Ausmaß. Es kann es sein, dass die vergrößerte Prostata nicht bemerkt wird und somit auch keinen Krankheitswert hat.

Da besonders der Drüsenanteil um die Harnröhre herum betroffen ist, kommt es bereits früh zu Problemen beim Wasserlassen. Typisch ist, dass häufig und dabei nur wenig Urin gelassen wird, besonders störend empfinden viele Männer den nächtlichen Gang zur Toilette. Nicht selten kommen auch Schmerzen oder einen Brennen hinzu, also Symptome ähnlich eines Harnwegsinfekts. Auch klagen viele Männer darüber, dass ein Wasserlassen nur mit Bauchpresse möglich ist, was als Zeichen einer Verlegung der Harnwege zu sehen ist. Verbleibt bei fortgeschrittener Krankheit Urin in der Blase, so kann sich diese infizieren. Steigt diese Infektion auf, kann es sogar zu Nierenschäden kommen. Daher ist ein so genannter Restharn ein Grund, mit einer medikamentösen Therapie zu beginnen.

Vergrößerte Prostata (© rob3000 - Fotolia.com)

Vergrößerte Prostata (© rob3000 – Fotolia.com)

Pflanzliche Arzneimittel gegen vergrößerte Prostata

Gute Ergebnisse versprechen bereits freiverkäufliche Medikamenten, meist auf pflanzlicher Basis, z.B. Kürbiskern-Extrakte, Brennnessel und Sägepalmen-Extrakte. Reicht diese Therapie nicht mehr aus, kann auf verschreibungspflichtige Medikamente zurückgegriffen werden, allen voran die so genannten Alpha-Blocker oder Medikamente, die das Hormonungleichgewicht wieder auszugleichen versuchen.

Liegen weiterhin eine stark vergrößerte Prostata, Restharn, Infektionen oder eine Einschränkung der Lebensqualität vor, bleibt noch die Operation. Bis zu einer bestimmten Größe erfolgt die Operation durch die Harnröhre, dabei wird der vergrößerte Innenteil der Drüse entweder mit einem Laser abgetragen oder die komplette Prostata ausgeschält. Ist dies in seltenen Fällen nicht möglich, wird die Prostata über einen Bauchschnitt entfernt.

Es wurde gezeigt, dass man aktiv etwas gegen die Entstehung einer Prostatavergrößerung tun kann. Durch ballaststoffreiche und kalorienreduzierte Ernährung, eine ausreichende Trinkmenge und gezieltes Beckenbodentraining verspricht man sich, dieser Krankheit vorzubeugen. Aber auch die Therapien sind in der heutigen Zeit so weit fortgeschritten und die Operationsverfahren so schonend, dass trotz vergrößerte Prostata ein unbeschwertes Leben möglich geworden ist.

Publiziert am: 31. August 2010

Verschlagwortet mit: , ,