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Probleme beim Wasserlassen bei Männern

Wenn Männer plötzlich kein Wasser mehr lassen können, so hat dies nicht immer eine bösartige Ursache. Der Harnverhalt muss aber behoben werden sonst drohen ein Harnstau und sogar eine Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis). Schlimmstenfalls kommt es zu einer Urosepsis mit schwerwiegendem Krankheitsverlauf.

Treten Probleme beim Wasserlassen auf sollte ein Arzt aufgesucht werden, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Oftmals steckt eine veränderte Prostata hinter dem Problem. Der Durchgang von der Blase zur Harnröhre verengt sich und der Urin staut sich in der Blase. Die Folge ist verminderter Harnabgang, es muss mehr „gepresst“ werden, um den steten Harnfluss aufrecht zu erhalten. Im schlimmsten Fall kommt es zum Harnverhalt. Die Blase füllt sich stetig. Hierdurch staut sich der Urin und starke Schmerzen sind die Folge. Eine erste Abhilfe, um den Urin wieder aus der Blase abfließen zu lassen bringt ein Dauerkatheter, der durch die Harnröhre in die Blase geführt wird. Der Katheter verbleibt meist so lange, bis andere therapeutische Maßnahmen greifen.

Probleme beim Wasserlassen? Ab zum Urologen! (© ArTo - Fotolia.com)

Probleme beim Wasserlassen? Ab zum Urologen! (© ArTo – Fotolia.com)

Probleme beim Wasserlassen: Besser früher zum Arzt als zu spät

Durch die Schmerzen ist ein Besuch beim Arzt unausweichlich. Ein Aufschieben des Kontaktes mit dem Arzt kann einen Harnstau bis hinauf in die Nieren bewirken. Nicht selten bedeuten Probleme wie Brennen beim Wasserlassen oder vermehrtes Wasserlassen eine Entzündung der Harnwege.

Nicht selten können Probleme beim Wasserlassen durch Medikamente oder pflanzliche Mittel (Kürbisextrakte) zunächst behoben werden. Reicht dies nicht mehr aus, so sind nicht selten eine Ausschabung der Prostata bei einer gutartigen (benigne) oder eine Entfernung einer bösartigen (malignen) Prostatavergrößerung nötig.

Die störenden Symptome einer Harnwegsentzündung und damit häufig die Entzündung selbst lassen sich durch eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme und pflanzlichen Tee aus Brennnessel – oder Löwenzahnblättern beheben. Bestehen die Beschwerden mehrere Tage, sollte ein Arzt aufgesucht werden, der Antibiotika verschreiben kann.

Regelmäßige, von der Krankenkasse vorgegebene Vorsorgeuntersuchungen können frühzeitig auf eine Vergrößerung der Prostata erkennen lassen.

Publiziert am: 3. September 2010

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