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Pendelhoden: Nicht immer korrekturbedürftig

Die als Pendelhoden bekannte Fehlbildung ist eine von mehreren möglichen Formen eines Hodenhochstandes, bei denen es sich um unterschiedliche Lage-Anomalien des Hodens handelt.

Die Bezeichnung Pendelhoden hat sich herausgebildet, da sich der Hoden überwiegend bei sexueller Eregung zwischen dem Leistenkanal und dem Hodensack (wissenschaftlich Skrotum genannt) hin- und herbewegt. Eine weitere Bezeichnung lautet Wanderhoden.

Männliche Geschlechtsorgane (© bilderzwerg - Fotolia.com)

Männliche Geschlechtsorgane (© bilderzwerg – Fotolia.com)

Pendelhoden muss nicht zwingend korrigiert werden

Im Gegensatz zu allen anderen Fehlstellungen der Hodenlage ist bei einem Pendelhoden eine medizinische Korrektur nicht zwingend erforderlich. Außerhalb des Zustandes sexueller Erregung liegen beide Hoden bei dieser Diagnose an ihrem rechten Platz im Hodensack und die Bewegung von in den meisten Fällen einem Hoden aus diesem hinaus, die bei sexueller Erregung und Aktivität auftritt, hat keine Einschränkung bezüglich der Fruchtbarkeit des Mannes zur Folge. Auch ist die Gefahr der Herausbildung eines bösartigen Hodentumors bei einem Pendelhoden weniger drastisch als bei allen Formen einer dauerhaften Hodenfehlstellung.

Allerdings lässt sich nicht sicher vorhersagen, dass sich der Patient durch einen Pendelhoden nicht psychisch gestört fühlt. Da Behandlungen von Fehlstellungen am Hoden möglichst im ersten Lebensjahr durchgeführt werden sollen, raten einige Ärzte trotz der geringen Gefahren zu einer Korrektur bei der Diagnose Pendelhoden.

Publiziert am: 5. Februar 2009

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