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Saisonal abhängige Depression (SAD): Symptome und Behandlung

Die Saisonal Abhängige Depression ist eine für einen Zeitraum begrenzte depressive Erkrankung, die hauptsächlich im Herbst oder Winter auftritt. Wenn in der dunklen Jahreszeit die Tage kürzer werden die Sonne weniger scheint, klagen viele Menschen über depressive Verstimmungen, die dann behandlungwürdig werden, wenn sie über mehrere Wochen andauern und den Betroffenen stark im Alltag einschränken.

Die Symptome und Beschwerden einer Saisonal Abhängigen Depression ähneln denen einer chronisch depressiven Erkrankung. Die Patienten fühlen sich müde und energielos, sie sind antriebslos und ohne Freude. Zudem verspüren Betroffene ein gesteigertes Schlafbedürfnis, meistens jedoch ohne an Schlafstörungen zu leiden. Typische Symptome einer Saisonal Abhängigen Depression sind die Heißhungerattacken, die oft mit einer Gewichtszunahme einhergehen.

FORSA-Umfrage: Stimmung im Winter > Inwiefern ändert sich im Winter Ihre Stimmung? > In dieser Statistik geht es um die Stimmung der Deutschen im Winter. 36 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer fallen in der dunklen Jahreszeit in ein Stimmungstief. (Quelle: Statista / Forsa)

FORSA-Umfrage: Stimmung im Winter > Inwiefern ändert sich im Winter Ihre Stimmung? > In dieser Statistik geht es um die Stimmung der Deutschen im Winter. 36 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer fallen in der dunklen Jahreszeit in ein Stimmungstief. (Quelle: Statista / Forsa)

Behandlung bei saisonal abhängigen Depressionen: Lichttherapie

Die wirkungsvollste Therapie bei einer Saisonal Abhängigen Depression ist die Lichttherapie. Da im Herbst und Winter die Sonne weniger intensiv scheint und der Körper auf das fehlende Licht mit Entzugserscheinungen reagiert, kann küstliches Licht helfen. Eine einfache Glühbirne reicht dabei nicht aus, die Lichtintensität muss um einiges höher sein. Spezielle Geräte wie z.B. eine Tageslichtlampe können im Handel erworben werden und in den eigenen vier Wänden zum Einsatz kommen.

Saisonal abhängige Depression: Spaziergänge / Frischluft als Vorbeugung

Um den Symptomen vorzubeugen oder sie zu lindern, sollten Erkrankte mindestens einmal pro Tag einen ausgedehnten Spaziergang an der frischen Luft machen. Dabei ist es unwichtig, ob die Sonne zu diesem Zeitpunkt scheint oder nicht. Auch viel Bewegung wirkt den Symptomen entgegen.

Erst wenn diese Therapiemöglichkeiten nicht anschlagen, sollte mit dem Arzt über den Einsatz spezieller Arznei / Medizin gesprochen werden. Da vor allem Antidepressiva aber mitunter starke Nebenwirkungen haben (vgl. exemplarisch die Mirtazapin Nebenwirkungen) und erst nach einem gewissen Zeitraum zu wirken beginnen, müssen Vor- und Nachteile gründlich abgewogen werden.

VIDEO zum Thema Saisonal abhängige Depression (Winterdepression)

Publiziert am: 11. Februar 2009

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