www.medizinius.de » Gelenke, Krankheiten und Probleme

Gelenkverkalkung | Verkalkung der Gelenke verstehen

Der Mensch bewegt 636 Muskeln, auf ein Lächeln reagieren schon rund 80 Muskeln. Diese Muskeln steuern den gesamten Körper des Menschen über die Gelenke. Kommt es zu einer Rückbildung der Muskeln durch Bewegungseinschränkungen, Übergewicht und Alter, dann können auch die Gelenke in Mitleidenschaft gezogen werden und es entsteht eine Gelenkverkalkung oder Gelenkverhärtung, deren Oberbegriff Arthrose ist.

Eine Arthrose kann angeboren vorkommen, entsteht jedoch in der Regel altersbedingt durch Verschleißerscheinungen, Überbelastung und Verletzungen. Meist sind bei einer Gelenkverkalkung die Hüftgelenke und Kniegelenke und die Schulter betroffen. Es kann aber auch jedes andere Gelenk betreffen.

Gelenkverkalkung im Schultergelenk (© bilderzwerg / Fotolia)

Gelenkverkalkung im Schultergelenk (© bilderzwerg / Fotolia)

Kalkablagerungen im Gelenk

Auslöser einer Kalkablagerung können hormonell bedingte Kalziumablagerungen, Durchblutungsstörungen, sowie abgeklungene Entzündungen sein (vgl. Schultergelenkentzündung).

Bedingt durch die verschiedenen Ursachen ergibt sich auch die Möglichkeit verschiedener Behandlungstherapien. Diese können medikamentös mit z.B. Voltaren behandelt werden oder operativ. Eine verbreitete sanfte Methode ist die extracorporale Stoßwellentherapie, mit dem Ziel die Kalkablagerungen zu zertrümmern.

In der Form der Naturheilkunde geht man davon aus, dass die Störungen nicht unbedingt nur auf das Alter und dem Verschleiß zurückzuführen sind, sondern auch die Essgewohnheiten ihren Teil dazu beitragen können. Eine Ernährungsumstellung auf Vollwertkost, Gemüse, Fisch und wenig Fleisch, möglicherweise in Verbindung mit einer Akupunktur kann unter Umständen einer Gelenkverkalkung hilfreich zur Seite stehen. Selbst ein gestörter Kalziumhaushalt kann homöopathisch behandelt werden.



Sinnvoll ist nach dem Abklingen der Schmerzen, welche durch eine Gelenkverkalkung oder aktivierten Arthrose hervorgerufen werden, ein langsamer kontinuierlicher Muskelaufbau unter zunächst krankengymnastischer Anleitung. Gut trainierter, jeweils typentsprechender Muskelaufbau beeinflusst die Symptome einer Arthrose oder Gelenkverkalkung positiv im Hinblick auf eine verbesserte Gelenkführung. Eine gute Bewegungsform der abgenutzten oder verkalkten Gelenke sorgt für eine Nährstoffverbesserung (siehe Gelenkprobleme Knie).

Abseits jeglicher Behandlungen und Medikamente sind das wichtigste für den Körper die eigenen Aktivitäten zur Verbesserung einer Arthrose und Gelenkverkalkung. Der Slogan lautet hier: „Viel Bewegung und wenig Belastung“.

Je nachdem, um welche Gelenke es sich handelt, sind Aktivitäten bei denen das Körpergewicht nicht auf den Gelenken lastet, sinnvoll und hilfreich (vgl. Gelenkversteifung). Dazu gehört z.B. Schwimmen und Fahrradfahren.

Gelenkverkalkung und die Rolle von Hyaluronsäure

Der von den körpereigenen Gelenkkapseln gebildete Baustoff nennt sich Hyaluronsäure und dient einer Steigerung der Gelenkschmiere. In den vergangenen Jahren haben bei einer Behandlung von Arthrose und Gelenkverkalkung Injektionstherapien mit Hyaluronsäure für eine Verbesserung des Krankheitsbildes gesorgt.

Durch die starken Reibungen der Gelenkkapseln und einer vermehrten Ausschüttung von Gelenkflüssigkeit nimmt die Belastbarkeit des Gelenkes weiter ab, was zu einer Entzündung der Schleimbeutel führen kann.

Weiterführende Links im Web:

Das könnte Sie auch interessieren:

Publiziert am: 4. November 2008

Verschlagwortet mit: , , ,