www.medizinius.de » Krankheiten und Probleme

Entzündung der Nasennebenhöhlen: Symptome einer Sinusitis richtig erkennen und behandeln

Die Nasennebenhöhlen sind verschiedene Hohlräume im Schädelknochen, die direkt mit dem Nasengang in Verbindung stehen. Dadurch kann eine Infektion der Nase, wie beispielsweise Schnupfen, auch auf die Schleimhaut der Nebenhöhlen übergreifen (vgl. Schleimhautentzündungen).

Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen nennt man in der medizinischen Fachsprache Sinusitis. Sie kommt sowohl akut als auch chronisch vor und ist eine sehr häufige Erkrankung im HNO-Bereich. Es gibt insgesamt pro Seite vier Nebenhöhlen: die Kieferhöhle, die Stirnhöhle, die Siebbeinzellen und die Keilbeinhöhle.

Schnupfen oder Entzündung der Nasennebenhöhlen? (© Knut Wiarda / Fotolia)

Schnupfen oder Entzündung der Nasennebenhöhlen? (© Knut Wiarda / Fotolia)

Häufige Ursachen von Nasennebenhöhlenentzündungen

Meist ist ein einfacher Schnupfen oder eine Halsentzündung Ursache für eine Sinusitis. Erreger dringen in die Nasennebenhöhlen ein und verursachen dort eine Infektion der Schleimhaut. Wenn es dann zu einer Verlegung der Abflussgänge der Nebenhöhlen kommt, sammelt sich der Schleim und verursacht Druck und Schmerzen.

Auch eine entzündete Zahnwurzel oder die Entfernung eines Zahnes kann eine Nebenhöhlenentzündung auslösen (siehe auch Zahnwurzelbehandlung). Außerdem ist es möglich, dass beim Schwimmen in öffentlichen Bädern Erreger aus dem Wasser in die Nebenhöhlen eindringen und – meist bei geschwächtem Immunsystem – eine Entzündung verursachen.

Besondere anatomische Gegebenheiten können eine Sinusitis begünstigen. Wenn nämlich der Durchgang der Nebenhöhlen sehr eng ist und Schleim nicht abfließen kann, führt dies möglicherweise wiederholt zu Entzündungen.

YOUTUBE: Schnupfen, Kopfschmerzen & Co – Nasennebenhöhlenentzündung loswerden – Tipps und Hausmittel (www.youtube.com/watch?v=tXqG8jVygsE)

Symptome einer Entzündung der Nasennebenhöhlen

Die ersten Anzeichen einer Sinusitis sind ein schmerzhaftes Druckgefühl an verschiedenen Stellen im Gesicht, je nachdem welche der Nebenhöhlen betroffen ist. Die Sinusitis kann immer ein- oder beidseitig auftreten, daher kommen auch die Beschwerden ein- und beidseitig vor.

Die Schmerzen werden als drückend, stechend und pochend empfunden. Sie verstärken sich, wenn man sich bückt und dabei den Kopf nach unten hält. Auch bei Anstrengung oder heftigen Bewegungen wie Hüpfen werden Schmerz und Druckgefühl schlimmer.

Ein weiteres Symptom ist der Ausfluss von eitrigem Nasensekret, das sowohl aus der Nase als auch den Rachen hinunter fließt. Zusätzlich ist die Atmung durch die Nase behindert und man kann Gerüche nicht mehr wahrnehmen.

Fieber ist möglich, muss aber nicht zwangsläufig auftreten. Bei einer akuten Entzündung können die Schmerzen bis in die Zähne und die Ohren ausstrahlen. Der Patient fühlt sich abgeschlagen und müde.



Diagnose von entzündeten Nasen-Nebenhöhlen

Die Diagnose kann der Arzt meist schon durch die genannten Beschwerden stellen. Um sicher zu gehen, kann er mit dem Endoskop das Innere der Nase untersuchen. Mit Ultraschall und Röntgen wird Sekret in den Nebenhöhlen sichtbar gemacht.

Bei einer chronischen Entzündung ist eine Computertomographie sinnvoll. Auch eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss über eine im Körper stattfindende Entzündung.

Therapie / Behandlung

Sinusitis wird meist zunächst mit abschwellenden Nasentropfen behandelt. Als Hausmittel haben sich Dampfbäder bewährt. Auch die Bestrahlung mit Infrarotlicht kann helfen.Oft werden auch Schleimlöser aus der Apotheke genutzt (siehe Schleimlöser Nebenhöhlen)

Sind die Beschwerden zu stark, werden oft Schmerzmittel (siehe Schmerzmedikamente) und Antibiotika verordnet (siehe auch: Antibiotika Nebenwirkung). Auch Akupunktur und homöopathische Mittel werden bei Sinusitis erfolgreich eingesetzt (vgl. homöopathische Mittel bei Schnupfen und Erkältung).

Hilft das alles nicht, so kann eine Operation hilfreich sein, besonders bei chronischer Sinusitis. Dabei wird die Nebenhöhle punktiert, damit das Sekret ablaufen kann und eventuell vorhandene Engstellen werden erweitert.

Publiziert am: 6. Januar 2016

Verschlagwortet mit: , ,