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Schimmelpilzallergie – Überempfindlichkeit gegen Sporen von Schimmelpilzen

Fast jeder vierte Mensch leidet an einer Allergie, die sich, je nach Typ, ganz verschieden zeigt. Manch ein Allergiker wird von Niesanfällen übermannt und hat ständig gerötet Augen, ein anderer leidet unter starker Atemnot und permanentem Fließschnupfen. Allergien sind die häufigste Erkrankung weltweit und gerade im Frühjahr zeigen sich vermehrt typische Erscheinungen, die auf eine Allergie schließen lassen. Viele Menschen leiden an einer Schimmelpilzallergie, die sich sowohl in der Natur als auch im Haushalt schnell bemerkbar machen kann.

Schimmelpilzallergie: Überempfindlichkeit auf Sporen von Schimmelpilzen

Wer an einer Schimmelpilzallergie leidet, der reagiert sehr überempfindlich auf die Sporen von Schimmelpilzen. Diese Sporen fliegen in der Luft herum und können fast überall vorkommen. In der Wohnung, im heimischen Garten, im Supermarkt, auf Lebensmitteln – Allergiker sind vor Schimmelpilzen nie sicher, weshalb es auch sehr schwer ist, solch eine Allergie akkurat zu behandeln. Die Sporen lösen, wenn sie in Kontakt mit den Schleimhäuten getreten sind, typische Symptome, wie Niesen, Schnupfen, Husten, Asthma und sogar Fieber aus. Die Augen sind geschwollen und Betroffene fühlen sich schlapp und müde. Nicht sofort wird immer auf eine Schimmelpilzallergie geschlossen, da die Sporen ja nicht sichtbar sind und sich der Pilz oftmals versteckt. Erst ein Arzt kann nach einigen Tests herausfinden, ob es sich wirklich um eine Schimmelpilzallergie handelt. Schimmelpilze kommen sehr häufig in der Wohnung vor, weshalb täglich eine gute Durchlüftung sehr ratsam ist. In regelmäßigen Abständen sollten Mieter die Wohnung und vor allem versteckte Plätze nach Stockflecken absuchen, die ein erstes Zeichen für einen Schimmelpilzbefall darstellen. Auch Abfälle sollten nie offen in der Wohnung herumliegen, denn Sprossen verbreiten sich sehr schnell auf Unrat. Allergiker sollten generell vermehrt nur frische Produkte essen und vor allem Obst und Gemüse immer kalt stellen.

Schimmelpilzallergie ist nicht gerade einfach zu diagnostizieren © N-Media-Images / Fotolia

Schimmelpilzallergie ist nicht gerade einfach zu diagnostizieren © N-Media-Images / Fotolia

Diagnose von Schimmelpilz-Allergien

Wenn der Verdacht einer Schimmelpilzallergie besteht, sollten Betroffene einen Facharzt aufsuchen. Es ist noch immer sehr schwer, genau die Allergene herauszufinden, die für eine Allergie verantwortlich sind, daher sind mehrere Tests nötig. Zunächst wird sich der Arzt einige Informationen vom Patienten einholen, um abwägen zu können, ob es sich eventuell um eine Schimmelpilzallergie handelt. Anschließend erfolgt ein Allergietest, der so genannte Prick-Test. Hier könnte sich bereits zeigen, welche Allergene für die Allergie verantwortlich sind. Um Gewissheit zu haben, machen viele Ärzte zuletzt einen Provokationstest mit genau diesen Allergie auslösenden Allergenen. Behoben werden kann solch eine Schimmelpilzallergie nicht, aber man kann Krankheitssymptome mildern und muss versuchen, den Kontakt mit Sporen des Schimmelpilzes zu vermeiden.

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Publiziert am: 9. August 2011

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