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Baby Neurodermitis: Was hilft, was tun?

Neurodermitis ist die geläufige, aber nicht medizinisch korrekte Bezeichnung für atopisches Ekzem. Weitere umgangssprachliche Bezeichnungen sind atopische Dermatitis oder endogenes Ekzem. Atopisches Ekzem bedeutet örtlich nicht zuzuordnendes Aufgegangenes, wobei bei dieser Krankheit die Haut „aufgeht“. Es gibt typische Körperstellen, an denen Neurodermitis auftritt, generell könnte das aber an jeder Körperstelle sein, daher ortlos.

Das atopische Ekzem ist zwar bis jetzt noch nicht heilbar, jedoch gibt es inzwischen verschiedene Therapieansätze, die die Beschwerden zumindest lindern. Die Therapiemöglichkeiten sind sehr vielfältig und individuell abzustimmen. Vor allem die Faktoren trockene Haut, entzündungshemmende Therapie, nahrungs-, hormonelle und allergiebezogene Therapie stehen im Vordergrund. Oftmals ist ein Krankheitsschub mit Stress verbunden, daher muss auch in psychologischer Richtung die Ursache erkannt oder zumindest eingegrenzt werden. Mit zunehmendem Alter, gerade wenn die Erkrankung bereits im Babyalter zum Ausdruck kommt, werden die Behandlungsmöglichkeiten immer weiträumiger.

Baby Neurodermitis (© lisalucia - Fotolia.com)

Baby Neurodermitis (© lisalucia – Fotolia.com)

Baby Neurodermitis: Erste Hilfe

Erstmal sollte man als Eltern sofort einen Kinderarzt und dann weiterführend einen Facharzt aufsuchen, sobald man neben trockener Babyhaut entzündliche Veränderungen feststellt und das Baby zunehmend nervös ist. Weiterhin sollte man sehr diszipliniert auf die Körperpflege des Babys achten, um dem Baby ein Wohlbefinden trotz Juckreiz zu verschaffen. Das bedeutet tägliches Eincremen mit Cremes ohne Zusatz- und Duftstoffe. Sind die betroffenen Hautbereiche nässend, dann mit einen feuchten Creme, sind sie trocken, dann mit einer fettenden Creme. Die Kleidung ist ein weiterer Reizfaktor. Hierbei sollte man das Baby möglichst in reine Baumwolle oder Seide kleiden. Gummibänder, Synthetik oder andere reizende Stofffe vermeiden. Das gilt auch für die Bettwäsche und schließlich auch für das Waschmittel. Waschmittel dürfen keine Duftstoffe oder andere Zusätze enthalten.

Bei Babys mit Neurodermitis kommt erschwerend hinzu, dass sie Windeln tragen, hier sollte man auf jeden Fall auf die Stoffwindel zurückgreifen, um ein Schwitzen zu vermeiden, was die sensible Babyhaut zusätzlich reizt. In Zusammenarbeit mit dem Kinderarzt sollte dann auch die Ernährung des Kindes überdacht und entsprechend dem Alter angepasst werden und mit zunehmendem Babyalter können bereits erste Allergietests durchgeführt werden, um auch hier keine Ursache unentdeckt zu lassen. Bis dahin sollte man zu Hypoallergener Nahrung greifen.

Publiziert am: 12. August 2009

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