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Akne mit Homöopathie behandeln?

Wer unter mehr oder weniger starker Akne oder unreiner Haut leidet, hat meistens bereits eine wahre Odyssee hinter sich aus Hautarztbesuchen, Behandlungen bei der Kosmetikerin und dem Selbstversuch mit zahlreichen Salben, Cremes und Tinkturen. Starke Medikamente gegen Akne, die Antibiotika enthalten, sind meisten kurzzeitig wirksam, die Pickel und Mitesser kommen jedoch in der Regel zurück, sobald die Medikamente abgesetzt werden.

Die Homöopathie ist für viele Menschen eine vielversprechende Heilmethode, vor allem dann, wenn alle konventionellen Methoden gescheitert sind. Grundsätzlich muss zwischen Akne in der Pubertät und Akne im Erwachsenenalter unterschieden werden. Die Pubertätspickel verschwinden mit dem Erwachsenwerden von alleine, während sich die Erwachsenenakne bis ins fortgeschrittene Alter ziehen kann.

Viele unterschiedliche Ansätze zur Behandlung von Akne: Manche schwören auf Heilerde (© PhotoSG - Fotolia.com)

Viele unterschiedliche Ansätze zur Behandlung von Akne: Manche schwören auf Heilerde (© PhotoSG – Fotolia.com)

Wie funktioniert Homöopathie?

Der Grundsatz der Homöopathie ist: „Gleiches wird mit Gleichem geheilt“. Nach homöopathischem Verständnis hinterlässt jeder Stoff in einem neutralen Medium, wie dem destillierten Wasser, einen Abdruck, eine Art Negativ. Dieser Abdruck sei in der Lage, die Selbstheilungskräfte des Körpers ganz gezielt anzuregen. Erreicht werde dieses Negativ eines Stoffes durch die Potenzierung. Ein Stoff wird so lange verdünnt, bis er im Wasser stofflich nicht mehr nachweisbar ist. Die angegebene Potenzzahl eines homöopathischen Mittels zeigt an, wie oft der Verdünnungsprozess durchlaufen wurde. Die Potenz D 20 bedeutet beispielsweise, dass ein Tropfen einer Substanz in einem Liter Wasser verteilt wurde. Von diesem Gemisch wurde wiederum ein Tropfen entnommen, der erneut zu einem Liter Wasser gegeben wurde und das Ganze wurde 20 Mal wiederholt.

Homöopathie bei Akne

Erfahrene Homöopathen ermitteln das für den Patienten individuell passende Medikament. Dabei wird die Akne als Symptom verstanden, dem ein Ungleichgewicht im Körper oder andere Missstände und Erkrankungen zugrunde liegen. Der ganze Mensch wird behandelt und nicht nur die Haut. Auch seelische Ursachen werden in Betracht gezogen. Ist das richtige Mittel gefunden, soll die Homöopathie die Selbstregulierungsprozesse des Körpers anstoßen. Heilpraktiker und Homöopathen sind davon überzeugt, dass Akne mit Hilfe der Homöopathie dauerhaft geheilt werden kann.

Viele Patienten berichten von einer deutlichen Besserung bis hin zum vollständigen Verschwinden der Akne. Andere wiederum machen gegenteilige Erfahrungen und erklären die Homöopathie für wirkungslos.

Die Homöopathie ist von der Schulmedizin nicht als wissenschaftliche Methode anerkannt. Andererseits ist diese Heilmethode schon sehr alt und es wird von vielen Erfolgen berichtet. Nebenwirkungen treten bei fachkundiger Anwendung nicht auf, höchstens die sogenannte Erstverschlimmerung, die jedoch darauf hinweise, dass das gewählte Mittel das Richtige sei.

Wer schon verschiedene Ansätze ausprobiert hat, um die nervigen Pickel zu bändigen, kann sicher auch einmal Akne mit Homöopathie behandeln. Wunder sollte man aber nicht erwarten.

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Publiziert am: 24. Juli 2010

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