www.medizinius.de » Kindergesundheit

Die ersten 4 Wochen nach der Geburt – was sollte man wissen?

In den ersten Wochen nach der Geburt eines Babys lernen sich Eltern und Kind langsam kennen und richten sich in ihrem gemeinsamen Leben ein. Das Kind kann bereits hören und gegen Ende der dritten Woche wendet es den Kopf in die Richtung einer Geräuschquelle. Obwohl es den Sinn der Worte noch nicht verstehen kann, empfehlen Fachleute, schon jetzt viel mit dem Kind zu reden und es direkt anzusprechen, um seine Aufmerksamkeit zu fördern.

Auch das Sehen entwickelt sich in diesen ersten Wochen: Im Abstand von zirka 20 Zentimetern kann das Kind deutlich sehen, es unterscheidet nach zwei Wochen Mutter und Vater voneinander und schaut bevorzugt auf bunte Flächen, statt auf graue. Auch eine Vorliebe für eckige Formen gegenüber runden konnte von Forschern festgestellt werden. Durch das Aufhängen eines Mobiles, beispielsweise über dem Wickelplatz oder dem Bettchen, kann die visuelle Wahrnehmung gefördert werden.

© shangarey - Fotolia.com

© shangarey – Fotolia.com

Was sollten Sie noch wissen?

Babys kommen mit einem voll entwickelten Geruchssinn zur Welt. Das Baby erkennt den Geruch der Mutter und auf diese Weise findet es auch die Brustwarze, die ihm die Nahrung garantiert. Auch der Geschmack ist bereits ausgeprägt. Das Kind kann verschiedene Geschmacksrichtungen unterscheiden, es bevorzugt Süßes und spuckt Saures oder Bitteres instinktiv aus.

Das wichtigste Organ in den ersten Wochen ist die Haut des Babys, denn mit ihr nimmt es seine Umwelt wahr. Hier können die Eltern durch Körperkontakt, sanftes Streicheln oder auch Babymassage dem Kind ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln.

Ungefähr 20 Prozent der Kinder leiden in den ersten Wochen an Koliken. Diese äußern sich in scheinbar grundlosem Schreien. Für viele Eltern eine harte Geduldsprobe, denn trotz vieler guter Ratschläge und Hilfsmittel lassen sich Koliken oftmals nicht endgültig bekämpfen. Meist gehen sie nach einiger Zeit von allein zurück.

Das Kind hat in den ersten Wochen noch keinen Tag- und Nachtrhythmus und wacht alle zwei bis vier Stunden auf. Es ist wenig sinnvoll, bereits einem Neugeboren in dieser Zeit einen bestimmten Schlafrhythmus anzuerziehen, dieser stellt sich meist im Laufe der folgenden Monate ein.

Das könnte Sie auch interessieren:

Publiziert am: 29. November 2010

Verschlagwortet mit: