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Zyklusstörungen / Zwischenblutungen

Zwischenblutungen sind eine Störung des weiblichen Zyklus, die den meisten Frauen bekannt ist. Es handelt sich dabei um eine minimale Blutung aus der Gebärmutter außerhalb der Regelblutung, sie kann aber auch einige Tage andauern. Ursachen für solche Zwischenblutungen gibt es viele.

Normal und unbedenklich sind Zwischenblutungen in der fünften bis achten Schwangerschaftswoche. Dies ist die Zeit, in der sich die Plazenta zur Ernährung des ungeborenen Kindes entwickelt. Sie kann dabei Gefäße der Gebärmutter eröffnen, wodurch ein wenig Blut austritt. Die Menge ist minimal und es besteht kein Grund zur Sorge.

Der Menstruationszyklus (englisch) - © designua/Fotolia

Der Menstruationszyklus (englisch) – © designua/Fotolia

Bei der Anwendung von Verhütungsmitteln wie der Pille oder der Spirale sind Zwischenblutungen ebenfalls nicht selten. Sie treten beispielsweise in der Phase der Gewöhnung auf und deuten darauf hin, dass sich der Körper auf die neuen Hormone einstellt. In der Regel sollten sie nach einigen Wochen aufhören oder nur noch gelegentlich auftreten. Wenn keine chemischen Verhütungsmittel eingenommen werden und es trotzdem zu Zwischenblutungen kommt, kann es sein, dass ein hormonelles Ungleichgewicht im Körper der Frau vorliegt. Von einer Hormontherapie erhofft man sich in einem solchen Fall eine langfristige Besserung.

Auch psychische Ursachen können Zwischenblutungen auslösen. Der menschliche Körper reagiert auf äußere Einflüsse sehr empfindlich, die sich auf die Psyche auswirken – vor allem dann, wenn Hormone im Spiel sind. Stress, Angst, tiefe Trauer, aber auch extrem große Freude können schnell eine Zwischenblutung auslösen. Sofern sie ein einmaliger Vorfall ist, ist sie kein Grund zur Sorge.

Seltener deuten Zwischenblutungen auf ernsthafte Erkrankungen der weiblichen Fortpflanzungsorgane hin. Bei verschiedenen Geschlechtskrankheiten kommt es zu außergewöhnlichen Blutungen, aber auch bei Krebs der verschiedenen weiblichen Organe. Die Blutungen sind in diesem Fall häufiger als gewöhnlich und treten ohne jeden Rhythmus auf. Eine andere Ursache als Auslöser lässt sich ebenfalls nicht erkennen. Dies ist ein Fall, in dem schleunigst der Arzt zur weiteren Untersuchung eingeschaltet werden sollte.

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Publiziert am: 30. August 2010

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