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Hormonersatztherapie in der Menopause

Die Menopause oder auch Wechseljahre gehören unwiderruflich mit zum Leben einer Frau. Zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr verändert sich die Hormonproduktion, die Periode setzt aus und die typischen Wechseljahrbeschwerden tauchen auf. Um Hitzewallungen, vaginale Trockenheit, Haarausfall oder auch Schlafstörungen zu lindern, raten Ärzte oft zu einer Hormonersatztherapie. Sie soll zudem auch anderen Erkrankungen, die durch die zurückgehende Produktion weiblicher Hormone hervorgerufen werden, wie beispielsweise Osteoporose, vorbeugen.

Die Hormonersatztherapie hat nicht das Ziel, die fehlenden Hormone komplett zu ersetzten und Frauen somit den Hormonstatus einer Zwanzigjährigen wieder zu geben. Vielmehr geht es darum, durch die Gabe von synthetischem Östrogen die Lebensqualität wieder herzustellen und die Symptome des Östrogenmangels zu lindern. Ist nach einigen Wochen der Hormonhaushalt durch die Gabe von Ersatzhormone wieder ausgeglichener, steht einem uneingeschränkten (Sexual-)Leben nichts mehr im Wege.

Symptome der Menopause / Wechseljahre (englisch) - © rob3000 - Fotolia.com

Symptome der Menopause / Wechseljahre (englisch) – © rob3000 – Fotolia.com

Ziele einer Hormonersatztherapie in der Menopause

Grundsätzlich sollte es Ziel einer Hormonersatztherapie sein, nur so wenig künstliche Hormone wie nötig zu verabreichen. Denn die Einnahme nicht körpereigener Hormone birgt Risiken, so kann das Brustkrebsrisiko steigen.

Viele Frauen entscheiden sich daher gegen künstliche Hormone und für eine natürliche Bekämpfung der Wechseljahrssymptome. Die Einnahme von natürlichen Sojapräparaten und anderen pflanzlichen Mitteln kann eine Möglichkeit sein. Doch gilt auch hier zu beachten: Das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen ist auch bei pflanzlichen Wirkstoffen nicht zu unterschätzen. Zudem sind sie im Gegensatz zu Medikamenten oft nicht ausreichend überprüft.

Frauen mit eher leichten Beschwerden kann schon die Änderungen ihres Lebensstils durch mehr Sport oder auch das Erlernen von Entspannungstechniken Erleichterung verschaffen.

Eine generelle Empfehlung für eine bestimmte Art der Therapie ist grundsätzlich nicht möglich. Jede Frau sollte nach Rücksprache mit Ihrem Arzt eine individuelle auf sie abgestimmte Wahl treffen, wie sie mit dem Thema Menopause und seinen Folgen umgeht.

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Publiziert am: 11. September 2010

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