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Dreimonatsspritze zur Verhütung

Die Dreimonatsspritze ist ein Verhütungsmittel auf hormoneller Basis: Es enthält hochdosiertes Gestagen mit Depotwirkung – so soll einer Schwangerschaft für die Dauer von drei Monaten vorgebeugt werden. Behandelnde Gynäkologen injizieren das Hormon vierteljährlich in Muskelgewebe – wie beispielsweise den Arm oder das Gesäß.

Die Wirkungsweise erklären Hersteller sowohl durch die Verhinderung eines Eisprungs als auch durch Veränderungen an Eileitern und Schleimhäuten des Gebärmutterhalses, die ein Eindringen von Samenzellen erschweren – erzielt wird dies durch einen Eingriff des Gestagens auf den hormonellen Regelkreis des Gehirns.

Verhütung mit Dreimonatsspritze (© JPC-PROD - Fotolia.com)

Verhütung mit Drei-Monats-Spritze (© JPC-PROD – Fotolia.com)

Zwei Varianten der Dreimonatsspritze

Die Dreimonatsspritze ist in zwei Varianten erhältlich; als Index der Wirksicherheit dient in der Pharmaindustrie der sogenannte Pearl-Index: Er verdeutlicht, wie viele von 100 Frauen trotz dieser Verhütungsmethode ungewollt schwanger wurden. Pearl-Indexe der Präparatvarianten werden danach auf 0.3 beziehungsweise 1.4 beziffert; in Fachkreisen wird die Dreimonatsspritze als sehr sichere Verhütungsmethode bezeichnet.

Empfohlen durch Fachleute wird der Einsatz der Dreimonatsspritze vor allem Frauen, die andere Verhütungsmethoden nicht vertragen. Als vorteilig wird beschrieben, dass ein Vergessen einer Tagesdosis vermieden werden kann; auch mögliche positive Auswirkungen auf starke Migräne oder Regelbeschwerden werden genannt.

Als nicht geeignet gilt die Dreimonatsspritze für Frauen, die nur kurzzeitig verhüten möchten, denn ein schnelles Absetzen der Hormongabe ist nicht möglich und die Wiederkehr eines regelmäßigen Zyklus kann sich nach Absetzen deutlich verzögern. Auch wird beschrieben, dass die hohe Hormondosis zu Kopfschmerzen oder Nervosität führen kann.

Den Frauen, die gerade entbunden haben und stillen, wird empfohlen, erst frühestens sechs Wochen nach Entbindung wieder mit der Dreimonatsspritze zu beginnen.

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Publiziert am: 6. Februar 2011

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