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Beschwerden in den Wechseljahren

Jede Frau kommt früher oder später in die Phase der Wechseljahre, wobei dieser Zeitpunkt sehr variieren kann. Die Wechseljahre werden auch als Klimakterium oder Menopause bezeichnet. Wobei der Begriff Menopause allerdings nicht ganz korrekt ist, bezeichnet er doch das endgültige Ausbleiben der Monatsblutung und nicht die Phase vorher, die dies einleitet, denn während der Wechseljahre kommt es durchaus noch zu Monatsblutungen, wenn auch immer unregelmäßiger.

Das Klimakterium ist keine Krankheit, wenn sie auch für manche Frauen Beschwerden mit sich bringt. Ungefähr zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr beginnen im Durchschnitt die Wechseljahre. Natürlich gibt es auch Frauen, die schon mit 35 Jahren oder sogar früher in die Wechseljahre kommen und andere erst kurz vor dem 60. Geburtstag. Dies ist von Mensch zu Mensch sehr individuell.

Beschwerden in den Wechseljahren, wie Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit und Unwohlsein durch hormonelle Umstellungen (© Volker Witt - Fotolia.com)

Beschwerden in den Wechseljahren, wie Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit und Unwohlsein durch hormonelle Umstellungen (© Volker Witt – Fotolia.com)

Hormonumstellungen führen zu Beschwerden in den Wechseljahren

Bei den Wechseljahren lässt die Hormonbildung für die Fruchtbarkeit der Geschlechtsorgane langsam nach. Blutungen werden stärker oder schwächer und kommen nicht mehr so regelmäßig vor. Die Wechseljahre sind erst dann vollendet, wenn eine Frau mindestens ein Jahr lang keine Periode mehr hatte. Dann spricht man auch von der eingetretenen Menopause.

Dies geschieht durchschnittlich zwischen dem 51. und 52. Lebensjahr. Die Wechseljahre werden somit auch von jeder Frau anders erlebt. Manche Frauen haben relativ starke Begleiterscheinunen. Andere wiederum bemerken fast gar nichts. Durch das Nachlassen der Hormonbildung für die Geschlechtsorgane können Beschwerden im ganzen Körper auftreten, da die Geschlechtshormone ebenfalls im ganzen Körper wirken. Eine Reihe von Beschwerden sind jedoch typisch für die Wechseljahre, treten aber unterschiedlich stark auf.

Typische Klimakteriumsbeschwerden, die von den Betroffenen immer wieder genannt werden, sind Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Stimmungsschwankungen, Gewichtsschwankungen, Scheidentrockenheit und Schlafstörungen. Als Begleiterscheinung der Wechseljahre kann ebenfalls die Osteoporose auftreten. Dieser kann bereits im Vorfeld, durch eine ausreichende Zufuhr an Kalzium entgegengewirkt werden.

Eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung, frischer Luft und einer ausgewogenen, vitaminreichen Ernährung, können die Beschwerden reduzieren. Für Frauen mit sehr starken Beschwerden bietet sich eine Hormontherapie (HAT) an, bei der die im Klimakterium nachlassenden Hormone in synthetischer Form eingenommen werden. Leider hat die Hormontherapie auch mögliche Nebenwirkungen. Hierzu können Wassereinlagerungen im Bindegewebe wie auch Thrombosen gehören oder, wenn auch seltener, Brustkrebs. Mittlerweile gibt es aber auch naturheilkundliche Mittel, die bei eventuellen Klimakteriumsbeschwerden Linderung versprechen.

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Publiziert am: 13. August 2010

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