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Magenbypass | Einführung für potentielle Kandidaten

Übergewicht ist in den letzten Jahrzehnten zu einem echten Problem geworden. Immer mehr Menschen leiden daran, versuchen sich erfolglos an Diäten und werden ihre überschüssigen Pfunde einfach nicht los. Andere Menschen essen zu gerne und können und wollen auf ihre Lieblingsnahrungsmittel nicht verzichten, was ihnen oftmals Begleiterkrankungen wie Diabetes einbringt. Es gibt mittlerweile viele Kuren und Sportangebote, die darauf abzielen, das Gewicht zu reduzieren, aber nicht jeder fettleibige Mensch wagt den Schritt und kann sich damit anfreunden. Auch Operationen zur Reduktion des Körpergewichtes werden heutzutage durchgeführt. Dazu zählt zum Beispiel der Magenbypass, der bereits vielen übergewichtigen Menschen zu einem besseren und leichteren Leben verholfen hat.

Keine Kleinigkeit: die Magenbypass-OP

Eine Magenbypass-Operation ist keine leichte Operation, aber in den meisten Fällen ist sie besonders Erfolgs versprechend. Dabei wird der Magen durch eine feste Naht in zwei Teile geteilt, in eine kleine und eine große Magentasche. Die kleine Magentasche dient nun für die Nahrungsaufnahme des Betroffenen. Es kann nur noch wenig Nahrung aufgenommen werden, denn schon nach wenigen Bissen kündigen die Rezeptoren im Magen dem Gehirn an, dass eine Sättigung eingetreten ist. Die Nahrung vermengt sich nach der Operation auch erst im mittleren Dünndarm, so dass Kalorien nicht verdaut, sondern mit dem Stuhl abgehen. Ein Magenbypass ermöglicht also ein schnelles und einfaches Abspecken, denn die Nahrungsmenge wird drastisch reduziert, ohne dass Patienten hungern oder leiden müssen. Ärzte sprechen von einem Erfolg wenn der Patient über 60 Prozent seines überschüssigen Gewichtes binnen weniger Monate verliert. Ein Misserfolg wären weniger als 25 Prozent.

Flüssignahrung nach Magen-Bybass-Operation

Nach einer Magenbypass-Operation dürfen Patienten in den ersten zwei Wochen nur Flüssignahrung zu sich nehmen, damit sich der kleine Magen an die Nahrungsaufnahme gewöhnen kann. Also Suppen, Wasser und Tees sollten mehrmals am Tag getrunken werden. Danach kann leicht pürierte Kost aufgenommen werden, aber immer nur kleine Mengen. Wer einen Magenbypass besitzt, sollte sechs bis acht Mal am Tag Nahrung zu sich nehmen, denn große Mengen sind in Zukunft nicht mehr möglich. Damit es nicht zu Mangelerscheinungen im Körper kommt, muss ein Patient zusätzlich Vitamine und Mineralien aufnehmen. Nach zwei bis drei Monaten kann wieder normal gegessen werden, jedoch sind die Portionen wesentlich kleiner und überschaubarer, als noch vor der Operation.

Eine Magenbypass-Operation kann bei extremer Fettleibigkeit und gescheiterten Diäten eine der letzten Möglichkeiten zur Gewichtsreduktion sein © Alexander Raths - Fotolia

Eine Magenbypass-Operation kann bei extremer Fettleibigkeit und gescheiterten Diäten eine der letzten Möglichkeiten zur Gewichtsreduktion sein © Alexander Raths - Fotolia

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Publiziert am: 8. August 2011

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