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Lipidoxidation: Verstärkte Fettverbrennung nutzen

Die sogenannte Lipidoxidation ist ein Wirkmechanismus, der unter anderem Übergewicht besiegen soll. Die Lipidoxidation beruht auf Stoffwechselprozessen, die in der Leber stattfinden. Diese Vorgänge, die sich die Lipidoxidation zunutze macht, werden durch Omega-3-Fettsäuren und mittelkettige Triglyceride angeregt.

Lipidoxidation im Detail

Grundsätzlich sind in jeder Leberzelle Mitochondrien und Peroxisomen für die Verbrennung des Fetts zu Energie verantwortlich. Sind beide „Kraftwerke der Leberzelle“ aktiv, werden Fettpölsterchen abgebaut, sprich Fettsäuren verbrannt. Damit dies auf Dauer geschehen kann, müssen durch die Nahrung regelmäßig mittelkettige Triglyceride und Omega-3-Fettsäuren aufgenommen werden.

Mittelkettige Triglyceride haben allein den Zweck, die Mitochondrien in der Leber arbeiten zu lassen und gelangen vom Darm gleich dorthin, somit setzt man kein bzw. nur wenig Fett an. Die Peroxisomen verbrennen lediglich Omega-3-Fettsäuren. Nimmt man in regelmäßigen Abständen beide Fettarten zu sich, schmilzt das Körperfett. Man nimmt ab.

Die beiden zur Lipidoxidation nötigen Fette kommen in natürlicher Nahrung fast nie simultan vor. Mittelkettige Triglyceride sind in Palmkern- bzw. Kokosöl enthalten, Omega-3-Fettsäuren stammen aus Fischöl von Kaltwasserfischen.

Übergewicht: Durch verstärkte Lipidoxidation Wiki soll ein gutes Abnehmen erreicht werden (© Otto Durst / Fotolia)

Übergewicht: Durch verstärkte Lipidoxidation soll ein gutes Abnehmen erreicht werden (© Otto Durst / Fotolia)

Zielgruppe der Lipidoxidations-Methode: Fettleibige Menschen

Die Lipidoxidations-Methode ist vor allem für stark an Adipositas leidende Menschen gedacht, für die es schwer ist, sich regelmäßig und ausreichend zu bewegen. Die Kost besteht aus wenig Kohlenhydraten und viel gesunden Fetten. Beim Prinzip der Lipidoxidation bleiben Muskelmasse und Grundumsatz bestehen: Somit wird dem Jojo-Effekt vorgebeugt.

Neben dem Vorteil des Gewichtsverlusts sollen die gesunden Fette auch zu besseren Blutwerten beitragen: Triglyceride im Blut sowie schlechtes LDL-Cholesterin sinken – Somit nimmt auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ab.

Omega-3-Fettsäuren wirken zudem entzündungshemmend und helfen bei zahlreichen entzündlichen Prozessen oder Krankheiten wie etwa Rheuma, Psoriasis, bei Lungen- und Darmerkrankungen und bei koronarer Herzkrankheit. Durch den Rückgang der freien Fettsäuren im Blut greift die Methode bei Patienten mit Glukoseintoleranz und Typ 2- Diabetes: Der Diabetes wird positiv beeinflusst. Einen positiven Effekt soll die Lipidoxidation auch auf Arthritis und atherosklerotischen Gefäßerkrankungen haben.

Bei ausreichender Aktivierung der Lipidoxidation in der Leber bzw. erhöhte Lipidoxidation kann es sogar zu starkem Gewichtsverlust kommen. Gleichzeitig zielt eine entsprechende Diät darauf ab, sättigend zu sein, weil durch hormonelle Signale dem Gehirn ein Sättigungsgefühl übermittelt wird. Als weiterer wichtiger Vorteil bei der Lipidoxidation wird versprochen, dass das Gewicht lange Zeit gehalten werden kann.

Publiziert am: 8. Januar 2013

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