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Fettstoffwechsel: Über Verdauung, Hormone, Lipoproteine und mehr

Beim Fettstoffwechsel wird unsere Nahrung in verschiedene Bestandteile zerlegt. Der Verdauungstrakt übernimmt diese Aufgabe. Er steuert den Stoffwechsel und stellt damit ausreichend Energie, Vitamine und Hormone für die Körperfunktionen zur Verfügung. Der Fettstoffwechsel steuert die Fettaufnahme des Körpers und unterteilt die Fette in pflanzliche Fette, die Triglyceride, in tierische Fette, das Cholesterin und in unterschiedliche Fettsäuren.

Ein funktionierender Fettstoffwechsel bildet zudem die Gallensäure, die die Verdauung der Fette erleichtert. Damit wird sichergestellt, dass Zellen, Nerven und alle wichtigen Körperregionen schnell und ausreichend mit Energie versorgt werden. Vom Magen aus werden die Substanzen zu Darm und Galle weitertransportiert, wo sie weiter zerlegt und verarbeitet werden.

Stoffwechsel in unserem Körper (© fotodo - Fotolia.com)

Stoffwechsel in unserem Körper (© fotodo – Fotolia.com)

Fettstoffwechsel: Transport der Fett durch das Blut

Spezielle Fett- oder Lipoproteine sind für den Transport der Fette im Blut verantwortlich. Der Fettstoffwechsel versorgt so Muskeln und Fettgewebe mit der nötigen Energie.

Ist die Verdauung der Fette gestört, tritt häufig ein zu hoher Fettgehalt im Blut auf. Der Fettabbau ist unzureichend. Ein zu hoher Cholesterinwert im Blut führt letztendlich zu Ablagerungen, Verengungen und Verstopfungen in den Blutgefäßen. Lebensbedrohliche Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt oder Schlaganfall können die Folge sein. Fettstoffwechsel Störungen müssen daher immer behandelt werden.

Neben der genetischen Veranlagung können auch andere Krankheiten wie Diabetes, Niereninsuffizienz oder eine Schilddrüsenunterfunktion zu einer Störung im Fettstoffwechsel führen. Auch medikamentöse Therapien mit Betablockern oder Cortison können die Verstoffwechselung von Fetten ungünstig beeinflussen.

Beim Fettstoffwechsel spielen auch Östrogene eine entscheidende Rolle. Bei Frauen bringen die Wechseljahre daher oft einen veränderten Fettstoffwechsel mit sich. Schlagartig erhöhen sich bei ihnen Cholesterinwerte und Blutfettwerte. Zur gleichen Zeit erhöht sich das Körpergewicht. Dadurch versucht der Körper, die verminderte Östrogenbildung in den Eierstöcken auszugleichen. Das Unterfettgewebe ist nämlich ein weiterer Lieferant und wird deshalb verstärkt gebildet.

Auch wenn Blutfette als Energiereserven für den Körper lebensnotwendig sind und die inneren Organe schützen, so ist ein Zuviel an Fetten äußerst schädlich. Eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte ist daher dringend zu empfehlen. Gerade die Industrieländer haben das Problem, dass ihre Bürger weitaus mehr Fette zu sich nehmen als ihr Körper benötigt. Die oben genannten Zivilisationskrankheiten sind die Folge.

Mehr zur Verdauung von Fetten

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Publiziert am: 18. November 2008

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