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Pilzerkrankungen: Ursprung, Ansteckung, Therapie-Möglichkeiten

Allgemein werden Pilzerkrankungen in der Fachsprache immer mit der Endung –ose oder -osen bezeichnet. Somit fallen unter Pilzerkrankungen fast alle Krankheiten mit dieser spezifischen Endung, wie beispielsweise Mykosen oder Candidose.

Die ersten Pilzerkrankungen wurden bereits vor über 150 Jahren entdeckt und von damaligen Ärzten und Wissenschaftlern dokumentiert. So wurden Krankheitserscheinungen beschrieben, bei denen man der erste übertragbare Keim als Pilz identifiziert wurde.

Ursprung von Pilzerkrankungen

Ursprünglich gehören Pilze dem Bereich der Pflanzenwelt an und haben zur Aufgabe, sterbende organische Materie abzubauen. Pilze kann man deshalb überall antreffen. Auch auf gesunder Haut existieren beispielsweise Pilze. Im Allgemeinen sind Pilze allerdings nicht gefährlich für den Menschen. So tragen viele Menschen bestimmte Pilzarten ständig mit sich, wie beispielsweise Hefepilze der Art Candida, ohne dabei etwas zu merken. Sollten diese Pilze jedoch auf spezifische Wachstumsbedingungen antreffen, können sie sich vermehren und im jeweiligen Organismus verbreiten und mutieren. Neben Hautveränderungen können jedoch auch Organe von einem Pilzbefall betroffen sein. Bei einer solchen Verbreitung handelt es sich dann um eine Pilzerkrankung.

Pilzerkrankungen an der Haut - Bilder (Screenshot Google Bildsuche am 13.06.2013)

Pilzerkrankungen an der Haut – Bilder (Screenshot Google Bildsuche am 13.06.2013)

Mykose

Unter Mykose beispielsweise versteht man eine Infektionskrankheit durch Pilze. Hierbei werden die Pilze als lebende Parasiten in einem Organismus gesehen. Häufig findet man diese Pilze in Form von Nagelpilz oder auch Fußpilz wieder. In der Medizin wird bei der Mykose zwischen drei verschiedenen Hauptarten unterschieden: den Dermatophyten-, Hefe- und Schimmelpilzen. Auf dem menschlichen Körper können sie auf der Haut, auf den Nägeln und Schleimhäuten sowie auf Organen auftreten.

Während man früher davon ausging, dass Mykosen allein durch den Kontakt ansteckend sind, weiß man heute jedoch, dass der Kontakt zwar Voraussetzung einer Erkrankung ist, jedoch eine Infektionsgefahr durch Ansteckung äußerst gering ist. Dies bedeutet, dass der alleinige Kontakt mit einem Erreger nicht unmittelbar zu der Pilzerkrankung führen muss, denn Pilze treten bevorzugt bei Menschen auf, deren Immunabwehr nicht mehr voll funktionsfähig ist. Dies kann durch verschiedene Medikamente, Antibiotika oder auch durch psychischen Stress entstehen. Weitere Gründe können auch eine unzureichende Ernährung sein oder das Essen von verdorbene Lebensmitteln.

Einnahmehäufigkeit von Mitteln gegen Pilzerkrankungen > Wie häufig nehmen Sie persönlich Mittel (d. h. rezeptfreie Produkte) gegen Pilzerkrankungen (außer Fußpilz)? (Quelle: Statista / Typologie der Wünsche)

Einnahmehäufigkeit von Mitteln gegen Pilzerkrankungen > Wie häufig nehmen Sie persönlich Mittel (d. h. rezeptfreie Produkte) gegen Pilzerkrankungen (außer Fußpilz)? (Quelle: Statista / Typologie der Wünsche)

Therapie von Mykosen

Bei der Therapie einer Pilzerkrankung wird nicht nur die Krankheit an sich behandelt, sondern auch die Umstände, unter der sie entstanden ist, denn Pilze können sich nur im Körper ausbreiten, wenn dieser den passenden Nährboden für den Pilz bildet.

Je nachdem, um welche Art von Pilzerkrankung es sich handelt, stehen verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente zur Verfügung. Diese Medikamente werden als Antimykotika bezeichnet und behandeln effektiv alle Arten von Mykosen. Für Mykosen der Haut eignet sich demzufolge eine Salbe zur lokalen Auftragung. Bei einem Hefepilzbefall werden Azole und auch Nystatin bevorzugt verschrieben. Bei der Mykosensorte Dermatophyten werden Medikamente mit den Inhalten Ketoconazol und Terbinafin eingesetzt.

YOUTUBE-VIDEO: Mykosen / Hautpilz / Pilzerkrankungen (www.youtube.com/watch?v=-V_-JJ6e33A)

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Publiziert am: 13. Juni 2013

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