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Heilpraktiker: Nicht alle ‚alternativen Heilmethoden‘ sind anerkannt

Die Medizin hat in den vergangenen Jahren sehr viele Fortschritte verzeichnen können. So wurden neue Medikamente zur Behandlung zahlreicher Krankheiten entwickelt, die Menschen werden aufgrund der guten medizinischen Versorgung heute deutlich älter als noch vor einigen Jahrzehnten.
Doch immer wieder gibt es Fälle, in denen die Schulmedizin nicht mehr helfen kann. Auch wollen viele Menschen ihren Körper nicht mehr mit den klassischen Medikamenten belasten, sondern setzen wieder verstärkt auf Naturheilkunde.

Heilpraktiker haben sich der Behandlung von Krankheiten verschrieben, und zwar ohne den Einsatz herkömmlicher Medikamente. Heilpraktiker setzen vielmehr auf Naturheilkunde, Homöopathie sowie fernöstliche Techniken wie beispielsweise Akupunktur.

Heilerde beim Heilpraktiker (© PhotoSG / Fotolia)

(© PhotoSG / Fotolia)

Das Leistungsspektrum von Heilpraktikern ist umfangreich – manch Methode ist umstritten, vieles hat sich bewährt

Einige Heilpraktiker wenden weiterhin die Iris-Diagnose an, bei der Erkrankungen allein durch eine Veränderung der Regenbogenhaut des Auges erkannt werden sollen. Daher wird diese Behandlung auch als alternative Heilmethode bezeichnet, die Kosten werden daher von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Die privaten Krankenkassen hingegen haben die Errungenschaften einiger ‚alternativer‘ Heilmethoden jedoch bereits teilweise (an)erkannt und bieten in ihren Leistungspaketen auch heilpraktische Behandlungen mit an.

Der Unterschied einer Behandlung beim Heilpraktiker im Vergleich zum klassischen Arzt, der die Schulmedizin anwendet besteht darin, dass der Heilpraktiker nicht jeweilige Krankheit, sondern vielmehr den Menschen betrachtet. Er befasst sich also sowohl mit dem Körper als auch mit der Seele des Patienten, denn die Psyche ist immer häufiger einer der Auslöser ernsthafter Erkrankungen. Um die Erkrankung sowie die Ursachen festzustellen, verwendet der Heilpraktiker zudem viel mehr Zeit (oft mindestens 30 Minuten) als ein klassischer Arzt, denn auf Budgets oder Abrechnungsdetails muss er nicht achten.

Um den Beruf des Heilpraktikers ausführen zu können, ist keine Arztausbildung nötig. Um die notwendigen medizinischen Kenntnisse zu erlangen, ist eine etwa zweijährige Ausbildung beim Fachverband dennoch notwendig. Der Ausbildung schließt sich eine Prüfung an, nach deren Bestehen die Zulassung zum Heilpraktiker erfolgt.

Heilpraktiker finden sich heute in jedem Ort und in jeder Stadt. Deren Qualitäten sind jedoch sehr unterschiedlich. Bei der Wahl eines guten Anbieters sollte man sich daher nicht allein auf Werbung verlassen, sondern besser den Einschätzungen von Bekannten und Verwandten folgen.

Nützliche Links zum Thema

Videos und Statistiken zum Thema

Vertrauenspersonen bei Gesundheitsfragen > Wem vertrauen Sie in Gesundheitsfragen? > 49 Prozent gaben an, in Sachen Gesundheit Heilpraktikern und Homöopathen zu vertrauen. (Quelle: Statista / Valid Research)

Vertrauenspersonen bei Gesundheitsfragen > Wem vertrauen Sie in Gesundheitsfragen? > 49 Prozent gaben an, in Sachen Gesundheit Heilpraktikern und Homöopathen zu vertrauen. (Quelle: Statista / Valid Research)

YOUTUBE: Heilpraktiker-Ausbildung bei den Paracelsus Heilpraktiker-Schulen (www.youtube.com/watch?v=yU3GZE0ol3M)

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Publiziert am: 8. Dezember 2008

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