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Entfernung eines Basaliom

Das Basaliom, in Nordeuropa am häufigsten vorkommend, ist ein nicht gutartiger Hauttumor, der auch als „halb bösartig“ bezeichnet wird. Eine rechtzeitige Erkennung und Behandlung ist für eine Entfernung des Basalioms äußerst wichtig und notwendig.

Die sicherste Methode zur Entfernung eines Basalioms ist der operative Eingriff mit einer feingeweblichen Untersuchung der Schnittränder. Sollten dann trotz alledem noch Tumorreste an den Schnitträndern zurückgeblieben sein, muss nachoperiert werden.

Da bei der operativen Entfernung des Basalioms im gesunden Gewebe geschnitten werden muss, entstehen vor allem bei einem späteren Stadium größere Wunden, die durch Hauttransplantation oder andere Verfahren gedeckt werden. Nach der operativen Entfernung des Basalioms kann es zu Nachblutungen kommen, Infektionen und andere Wundheilungsstörungen sind nicht ausgeschlossen.

Basaliom Bilder (Screenshot der Google Bildersuche am 08.08.2014)

Basaliom Bilder (Screenshot der Google Bildersuche am 08.08.2014)

Basaliom-Entfernung: Gute Heilchancen

Die Behandlungserfolge bei der operativen Entfernung des Basalioms sind sehr gut, da nur in ganz seltenen Fällen Tochtergeschwülste gebildet werden. Bei etwa fünf Prozent der Patienten konnte ein erneutes Wachstum des Basalioms beobachtet werden und eine nächste Operation wurde notwendig.

Es gibt weitere nicht operative Behandlungsmethoden zur Zerstörung des Tumorgewebes, die vor allem solchen Patienten zugutekommen, bei denen aufgrund bestimmter Umstände keine Operation durchgeführt werden kann. Es besteht die Möglichkeit durch Bestrahlung mit Laser- oder Röntgenstrahlen das Basaliom zu entfernen, aber auch mit Vereisung können Erfolge verzeichnet werden. Allerdings sind bei diesem Verfahren, besonders bei Behandlungen in den Bereichen der Nase, der Finger oder Ohrmuscheln Vorsicht geboten, da die Gefahr tief greifender Erfrierung besteht.

Seit einiger Zeit gibt es ein Verfahren, in welchem Salbe auf den Tumor aufgetragen wird, die Zellen die Inhaltsstoffe aufnehmen und ein Licht mit bestimmter Wellenlänge die Salbensubstanzen so reagieren lassen, dass ein Zerfall der kranken Zellen stattfindet.

Trotz aller gut funktionierenden Therapien ist jedem anzuraten, bei der geringsten Veränderung der Haut einen Spezialisten aufzusuchen.

Publiziert am: 30. Oktober 2008

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