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Hilfe bei Verstopfung

Unter Medizinern auch als Obstipation bekannt, ist die Verstopfung eines der bekanntesten Symptome für Verdauungsschwierigkeiten und Darmträgheit, von dem viele Menschen zeitweise oder regelmäßig betroffen sind. Während es bei einer gesunden Verdauung etwa jeden zweiten Tag zu einer Entleerung des Darms kommt, spricht man bei einer tagelangen Verzögerung, nach der es üblicherweise zu schmerzhaftem und erhärtetem Stuhlgang kommt, von einer Verstopfung (vgl. im Gegenteil: schleimiger Stuhlgang).

Diese ist jedoch an sich lediglich ein Symptom und kann neben ernährungs- oder lebensstilbedingten Ursachen wie Bewegungsmangel oder zu wenig aufgenommener Ballaststoffe, auch durch ernstere Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, sowie durch das ganze System beeinträchtigende Krankheiten wie vorgefallene Schlaganfälle, Multiple Sklerose oder Diabetes hervorgerufen werden und chronisch verlaufen. Auch ein Reizdarmsyndrom kann Verursacher von Störungen der Darmtätigkeit wie Verstopfungen und durchfallartigen Entleerungen sein.

Wer häufiger unter Obstipation leidet, sollte sich daher an einen Arzt des Vertrauens wenden, um mögliche Ursachen für deren Auftreten zu erfahren und eine eventuell zugrunde liegende Krankheit abklären und gegebenenfalls behandeln zu lassen.

Besonders bei älteren Menschen kann es oft zu sogenannten habituellen, also gelegentlich auftretenden Verstopfungen kommen, die zum größten Teil durch Ernährungsfehler und Bewegungsmangel entstehen und denen schon mit geringem Aufwand entgegen gewirkt werden kann.

In jedem Fall ist es wichtig, dem Körper genügend Ballaststoffe zuzuführen, die im Magen aufquellen und im Darm weitere Flüssigkeit binden, sodass durch die so erwirkte Zunahme des Stuhlvolumens ein Druck auf die Darmwände ausgeübt wird, der die Verdauungstätigkeit auf natürliche Weise anregt und somit einen regelmäßigen Stuhlgang begünstigt.

Verstopfung - Wenn es auf dem Klo ewig dauert... ©britta60/Fotolia

Verstopfung – Wenn es auf dem Klo ewig dauert… ©britta60/Fotolia

Ballaststoffe finden sich in allen kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln, besonders durch Vollkornprodukte, Müsli oder Trockenobst kann eine rege Darmtätigkeit täglich begünstigt werden.

Wichtig ist außerdem, dass genug Flüssigkeit aufgenommen wird, ein erwachsener Mensch sollte täglich mindestens zwei, besser drei Liter Wasser, Tee oder Fruchtsäfte zu sich nehmen.

Als ein natürliches Quell-bzw. Abführmittel gelten Leinsamen, die zusätzlich zur ballaststoffreichen Ernährung eingenommen werden können. Von chemischen Abführmitteln ist jedoch abzuraten, da diese die natürliche Darmfunktion nicht fördern, sondern durcheinander bringen und eine Abhängigkeit erzeugen können.

Auch regelmäßige Bewegung oder Sport regen die Tätigkeit des Verdauungstraktes an, schon ein halbstündiger Spaziergang oder eine Gymnastikeinheit pro Tag können somit helfen, Verstopfungen vorzubeugen.

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Publiziert am: 11. September 2010

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